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News | April 2010
30.04.2010
Der ITler ist willig, doch die Technik ist rar. Software as a Service wird gern eingeführt, jedoch noch nicht häufig genug auf seinen Nutzen hin untersucht.
Diese Kritik ist einer aktuellen Studie von Gartner zu entnehmen, die den Entwicklungsstand von SaaS in der Industrie unter die Lupe genommen hat. 95 Prozent der Firmen, so die Analysten, haben vor, in absehbarer Zukunft ihre Nutzung dieser, auf Auslagerung von Ressourcen basierenden, Technologie auszuweiten und zu vertiefen. Als Gründe dafür führten sie überhöhte Kosten für hauseigene IT-Systeme sowie geänderte Beschaffungspolitik und Integrationsstrategien an. Während sich SaaS also als Sparmaßnahme in vielen Unternehmen größter Beliebtheit erfreut, zeigen sich die Entscheider offenbar auch bei der Überwachung seines Nutzens gegenüber anderen Methoden knauserig.
Denn lediglich 39 Prozent der Befragten gaben an, Algorithmen und Vorgehensweisen in der Schublade zu haben, womit die Verbesserung des Geschäftsbetriebs, sowohl hinsichtlich der Kostenstruktur, als auch des Aufwands an Zeit und Personal, empirisch gemessen werden kann. Ein Mangel, der sich schnell rächen könne, warnen die Gartner-Experten. Dass die Anzahl derjenigen, die Tools zur Messung des SaaS-Nutzens in petto haben, im letzten Jahr um gerade Mal ein Prozent gestiegen sind, zeige eine gewisse Sorglosigkeit, die keinesfalls zur Nachlässigkeit degenerieren dürfe. Die Vorteile, die eine Auslagerung von Unternehmenssoftware mit sich bringe, würden ansonsten nur allzu schnell neutralisiert. Gerade in KMU ist die Messung des Erfolgs der Wertschöpfung noch immer häufig ein Problem Chefs und Entscheider hoffen teilweise blind, dass sich Investitionen von selbst amortisieren, ohne das Verhältnis zwischen Kosten und Erlösen im Auge zu behalten. Freilich ist in der Realität eine exakte Messung kaum möglich, stattdessen müssen wichtige Größen isoliert werden und modellartig für eine Nutzenanalyse herhalten. SaaS, so Sharon Mertz von Gartner, werde von den Unternehmen nicht mehr als neuartiger Trend betrachtet, sondern sei endgültig in der Praxis angekommen. Der Aufruf müsse somit auch an die Anbieter gehen, mehr methodische Unterstützung bei der Analyse des Erfolgs zur Verfügung zu stellen.
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