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News | Mai 2010
04.05.2010
Mit dem Aufstieg des mobile Commerce steigt der Bedarf an mobilen Bezahlmöglichkeiten. Ein kostenloses Whitepaper informiert über die gängigsten Methoden und schafft einen Überblick.
Erst supermodern mobil shoppen und dann einen Überweisungsträger ausfüllen? Dies passt nicht wirklich zusammen, finden auch die Autoren des Whitepapers zum Thema mobiles Payment von Juniper Research. Mobile Payment definieren die Experten dabei als direkten Bezahlvorgang mit einem Mobiltelefon, Smartphone oder einem ähnlichen Gerät - ohne zusätzliche Hilfsmittel. Insgesamt sechs Möglichkeiten stehen für mCommerce-Betreiber derzeit zur Wahl.
Die erste Möglichkeit ist das Bezahlen über die eigene Telefonrechnung, englisch D2B, Direct-to-Bill genannt einfach und sicher, aber unter Umständen mit Gebühren verbunden. Die zweite Möglichkeit ist längst arriviert: Insbesondere für digitale Güter wie Klingeltöne oder Wallpaper ist die Premium Rate SMS, eine SMS mit einem übertariflichen Preis, bereits allgemein bekannt. Die nächste Möglichkeit schließt sich an bekannte Payment-Lösungen aus dem stationären Internet an. Über eine mobile Internetseite wird auf einen gängigen Payment-Anbieter zugegriffen, der dann die Abwicklung übernimmt.
Die vierte Möglichkeit funktioniert ebenfalls per SMS, wird aber nicht über die Telefonrechnung abgerechnet. Per SMS wird ein Code übermittelt, der den Zugriff auf ein zuvor eingerichtetes mobiles Guthabenkonto ermöglicht Dienste wie PayPal-mobile oder SmartPay in China bieten dieses Verfahren an. P2P-Payment, also mobile Überweisungen von Privat an Privat, ist hierzulande noch eher unbekannt, können aber in Ländern mit unsolider Bankeninfrastruktur künftig eine große Rolle spielen. In Industrieländern sehen die Experten vor allem eine Perspektive bei der gemeinsamen Abrechnung von Kosten, die durch Gruppenaktivitäten entstehen, wie beispielsweise ein gemeinsames Abendessen unter Freunden oder Kollegen mit getrennten Rechnungen. Die letzte Möglichkeit ist zugleich die wahrscheinlich durchsetzungsstärkste: Hier kann durch das Herunterladen mobiler Apps direkt auf die Kreditkartenrechnung gezahlt werden. Der globale mobile-Payment-Markt soll bis Ende des Jahres auf 1,65 Milliarden US-Dollar anwachsen, für 2014 wird die Überschreitung der 2,5 Milliarden US-Dollar-Marke erwartet - Zeit, auch mobil den Rubel rollen zu lassen.
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