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14.05.2010 - Es gibt Technologien, die die Märkte im Handstreich erobern. Das bezahlen per Mobilfunkgerät gehört bislang leider nicht dazu.

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Wann geht’s endlich los: Mobile Payment

14.05.2010

Es gibt Technologien, die die Märkte im Handstreich erobern. Das bezahlen per Mobilfunkgerät gehört bislang leider nicht dazu.

Denn die Begeisterung, die die schiere technologische Möglichkeit mobiler Zahlmethoden anfangs erzeugt hat, konnte bislang nicht in massenhafte Herstellung und Einführung von Standards umgesetzt werden. Wie eine Studie von IDC offenbart, gibt es auch im EMEA-Raum (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) noch immer Verzögerungen bei den Bemühungen der Anbieter, die Früchte dieser Dienstleistung zu ernten. Einen langen Weg habe das mobile payment noch zu gehen, werde aber voraussichtlich in Westeuropa zuerst den Durchbruch feiern, so die Experten. Dies werde jedoch wesentlich länger dauern, als Vertreter aus Industrie und Handel hoffen, so Trevor LaFleche von IDC. Die Anbieter könnten durch die rasend schnelle Entwicklung und die damit verbundenen Veränderungen von Handys und Funknetzen keinen fundierten Ansatz für einen Anwendungsstandard festlegen, was bei derart kurzen Produktzyklen nicht selten sei. Hoffnungen auf eine baldige Lösung zerschlagen die Analysten damit zunächst.

Die drei Regionen des EMEA-Raums müssten dabei getrennt behandelt werden, da die infrastrukturellen und ökonomischen Voraussetzungen sehr unterschiedlich seien. Westeuropa werde, wenig überraschend, als erstes das Tor aufstoßen – treibende Kraft dabei werde, so IDC, das mobile Online-Banking sein. Durch den steigenden Bedarf in diesem Segment würden die Anforderungen an die Hersteller und Versorger sich dahingehend ändern, dass die Einführung bargeldlosen Bezahlens mit dem Handy im Nachhinein nur noch ein kleiner, abschließender Schritt sein werde. Dennoch geht man davon aus, dass bis zum Jahr 2015 auch im verhältnismäßig reichen Westeuropa mit einem Umsatz von 98,4 Milliarden Euro nicht einmal die 100er-Marke geknackt werden wird und zudem nur 13 Prozent der Anwender ein mobiles Gerät, dass auch Geldtransfers durchführen kann, besitzen werden. Ein wichtiger Grund für die schleppende Adaption und Akzeptanz bei der Anbieterseite sei das Fehlen eines erfolgreichen Referenzmodells für mobile payment, so Trevor LaFleche.

 


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