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News | Mai 2010
26.05.2010
Die Bundesregierung ist dem Ziel der vollständigen Breitbandabdeckung bereits sehr nahe. Eine natürliche Folge der Bemühungen ist die einsetzende Marktsättigung.
Und so werden kaum noch Zuwächse von DSL-Anschlüssen und entsprechenden Verträgen vermeldet, das berichtet DSLWEB. Im ersten Quartal 2010 konnten nur noch etwa 67.300 neue Abschlüsse eingerichtet werden, damit gibt es deutschlandweit rund 21,5 Millionen DSL-Nutzer. Obwohl die Zahl neu geschalteter Anschlüsse nach und nach sinkt, konnte der Marktführer Deutsche Telekom im ersten Quartal dieses Jahres 188.000 Neukunden unter seine Fittiche nehmen und bestätigt damit die starken Zahlen aus dem vierten Quartal 2009. Insgesamt stellt man damit nunmehr knapp 11,7 Millionen der breitbandigen DSL-Internetzugänge. Experten sehen den Markt nach wie vor in Bewegung, wofür unter anderem die Übernahme HansaNets durch die spanische Telefonica verantwortlich sei, denn O2 sei dadurch auch im Festnetzbereich zu den Rängen der größten Anbieter vorgestoßen.
Vodafone bleibt hinter der Telekom trotz Neukundeneinbrüchen von mehr als 50 Prozent die Nummer zwei der größten Provider. 55.000 Neukunden konnten in den ersten drei Monaten dieses Jahres gewonnen werden, was reichte um den Abstand auf den Drittplatzierten, nämlich 1&1 weiter auszubauen. Dieser nämlich kann schon seit Anfang 2009 kein Wachstum seines Kundenstamms mehr verzeichnen und muss stattdessen Kundenabgänge in Kauf nehmen. Seit 2010 jedoch stabilisiert sich die Zahl allerdings wieder, so dass zumindest keine weiteren Einbrüche gemessen wurden. Die Übernahme des Anbieters HansaNet, zu dem auch die Marke Alice gehört, war bereits im Februar von der EU-Kommission genehmigt worden. Alice hatte zuletzt immer wieder Kundenverluste zu beklagen, soll aber nichtsdestotrotz vorerst bestehen bleiben und eingegliedert werden. Laut O2 verlor die Marke seit Oktober 2009 rund 176.000 Kunden. Bis zum Jahr 2012 will O2 sich ein neues Gewand zugelegt haben, ob Alice dann noch eine Rolle spielt, wird sich zeigen. Durch steigende Wettbewerbsintensität gehen die Gewinnspannen der Anbieter durch die Bank seit Monaten nur noch zurück. Als Hoffnungsträger gilt daher das mobile Internet, in dem die Branche hohe Umsatzpotenziale sieht; selbst Anbieter ohne eigene Netze steigen durch Vertragsschlüsse und Partnerschaften mit den Wettbewerben in das Geschäft mit ein. Denn noch ist kein Ende der DSL-Ära abzusehen, es wird wohl noch auf Jahre hinaus der Breitbandstandard Nummer eins im Festnetzbereich bleiben.
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