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News | Juni 2010
02.06.2010
Europa tritt nur langsam in die Welt der energieeffizienten und umweltschonenden Waren ein. Auch der Online-Handel zeigt nur wenig Adaption.
Das zumindest ist das zentrale Ergebnis einer Studie vom Center for Retail Research. Grund hierfür seien vor allem die, im Vergleich zu herkömmlichen Handelsgütern, oft deutlich höheren Verkaufspreise. So werden insbesondere stromsparende Elektrogeräte oder auch schonend hergestellte Lebensmittel zu bis zu 44 Prozent höheren Preisen angeboten als vergleichbare Produkte. Dass nicht der Faktor Umweltschutz, sondern wie sollte es anders sein der Preis die Nachfrage reguliert zeigt sich daran, dass derzeit lediglich 2,3 Prozent der online gehandelten Konsumgüter als green, also umweltfreundlich eingestuft werden.
Derartige Produkte hätten keine Chance, in der breiten Masse eine hohe Nachfrage zu erreichen, wenn nicht die Händler und Hersteller selbst das Preisniveau drückten, moniert Bruce Fair von Kelkoo, wo die Studie in Auftrag gegeben wurde. Nichtsdestotrotz sieht er in Zukunft wachsendes Marktpotenzial, da ein Umdenken der Menschen sich bereits in vielen Bereichen, wie dem Automobilsektor ankündige. Hybridautos erfreuen sich wachsender Beliebtheit und auch die EU zeigt sich in Sachen Energiesparlampen fortschrittlich. Deswegen sagt man im Center for Retail Research voraus, dass sich der Absatz der grünen Produkte bis zum Jahr 2015 europaweit verdoppeln werde. Schon bis 2012 werde der Anteil der überteuerten Waren um 19 Prozent fallen. Diese Güter würden dann in durchschnittliche Preislagen absinken und einen sich selbst verstärkenden Trend auslösen. Der durchschnittliche europäische Haushalt gibt derzeit 386 Euro pro Jahr für online erworbene umweltverträgliche Waren aus; bis 2015 sollen es bereits 751 Euro sein.
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