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News | Juni 2010
08.06.2010
Wachsende IT-Komplexität, erhöhte Wettbewerbsintensität, immer mehr Anbieter. Die Gründe für das Erblühen der IT-Dienstleister sind vielfältig.
Von einem Marktvolumen in der Größenordnung um 50 Milliarden Euro sprechen die Experten allein bis zum Ende dieses Jahres. Bis zum Jahr 2015 sollen die Umsätze dann sogar auf 60 Milliarden Euro anschwellen; das ermittelte die Lünendonk GmbH für den europäischen deutschsprachigen Raum. Insbesondere erfreulich ist die Prognose, dass das Wachstum vor allem vom Mittelstand getragen werden soll ein überdurchschnittlich starker Anteil der Umsätze werde in den kommenden Jahren durch die KMU generiert, versprechen die Analysten. Grund hierfür sei das noch immer auf breiter Basis vorhandene Optimierungspotenzial, gerade im Bereich des Outsourcing. Wartung, Instandhaltung und Betrieb verschlingen nach wie vor große Budgetanteile in den Unternehmen, während Dienstleister sich derzeit geradezu darum reißen, diese Arbeiten zu übernehmen.
Viele Betriebe, so monieren die Autoren der Studie, beschritten den Weg zum Outsourcing und zu einer Konzentration der Unternehmensressourcen auf betriebsrelevante Kernkompetenzen nur zögerlich. Einige wollten sich nicht in die Karten schauen lassen, anderen fehle es an Informationen, wie man das Vorhaben generell angehen könne. Dass die meisten sich mittelfristig dennoch eine Umstellung ihres Umgangs mit IT zutrauen, zeigen die Wachstumsprognosen. Dienste wie Business Process Management (BPM) oder Software as a Service (SaaS) sollen allein in diesem Jahr 22 Milliarden Euro in die Kassen der diversen Anbieter spülen und bis 2015 bereits 29 Milliarden Euro erzielen. Strategische Unternehmensbereiche einem Dritten anzuvertrauen sei eine Sache, die naturgemäß nicht ganz ohne Bauchschmerzen bei den Chefs der KMU ablaufe, meint Thomas Lünendonk, Inhaber der gleichnamigen GmbH. Bisher hätten hauptsächlich große Firmen und Konzerne ihre IT ausgelagert, weshalb es auch eine Aufgabe der Anbieterseite für entsprechende Dienstleistungen sei, für Aufklärung zu sorgen und Vorteile klar aufzuzeigen. Professionelle Beratung und empirische Kosten-Nutzen-Analysen seien hierfür geeignete Wege um das so nötige Vertrauen zu erwerben.
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