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16.06.2010 - Noch vor einigen Monaten wurden internetbasierte IT-Dienstleistungen zum Modell der Zukunft erklärt. Das trifft auch zu – jedoch kommen sie langsamer als gedacht.

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SaaS schwächer adaptiert als erwartet

16.06.2010

Noch vor einigen Monaten wurden internetbasierte IT-Dienstleistungen zum Modell der Zukunft erklärt. Das trifft auch zu – jedoch kommen sie langsamer als gedacht.

Auch Gartner hatte sich mit Spitzenprognosen bezüglich Software as a Service (SaaS) immer wieder selbst übertroffen. Nun rudert man jedoch ein Stück weit zurück, denn die Rolle die dieser Ansatz in der nahen Zukunft in Sachen IT spielen wird, fällt geringer aus als lange gedacht. Firmen sollten die Planungen mit Köpfchen und Bedacht durchführen, jedoch nicht voreilig alles stehen und liegen lassen, um auf die Auslagerung der Software zu setzen. Von Hü auf Hott, offenbar entwickelt sich der IT-Markt doch etwas unberechenbarer als die Experten sich das gewünscht hätten. In 2009 stellte SaaS lediglich 3,4 Prozent der weltweiten unternehmerischen IT-Ausgaben, was einem schmal anmutenden Zuwachs, ausgehend von 2,8 Prozent in 2008, verdeutlicht. Im Verlaufe dieses Jahres sollen etwa 7,2 Millionen Euro dafür ausgegeben werden.

Viele der schlechten Angewohnheiten, so klagen Beobachter hätten die Firmen schlichtweg in die Nutzung von SaaS übernommen, statt sie über Bord zu werfen. Das beste Beispiel hierfür sei Shelfware. Diese stehe für das Bezahlen einer Software, die vom Endnutzer gar nicht genutzt wird. Früher in Form von Installation riesiger unnützer Systeme auf die eigene Hardware bemängelt, mieten Firmen Angebote, die sie nicht gebrauchen können. Dies sei vor allem in großen Unternehmen zu sehen, sagt David Cearley, könne aber auch ohne weiteres den KMU zustoßen, insbesondere wenn diese ihr Personal krisenbedingt zu stark zurück gestutzt hätten. SaaS hat die großen Versprechungen der Anfangszeit bislang nicht eingehalten. Es löst nicht alle softwarerelevanten Probleme, kann aber dennoch unter bestimmten Voraussetzungen Vorteile erbringen. Es bietet Einfachheit, Geschwindigkeit und verringert Aufwand – indes kann es nicht verhindern, dass firmenintern haarsträubende Fehlentscheidungen getroffen werden.

 


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