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News | Juni 2010
18.06.2010
Gerade angesichts steigender Kosten für Software vergeht einigen IT-Entscheidern der Spaß. SaaS soll langfristig Abhilfe schaffen neue Kompetenzen vorausgesetzt.
On-Demand-Angebote für Unternehmenssoftware werden nach und nach das Ruder in den deutschen IT-Abteilungen übernehmen, so der Tenor einer Studie von Bain & Company. Die Geschäfts- und Vertriebsmodelle der Anbieter passten sich schon jetzt den neuen Gegebenheiten an, da vor allem vier wichtige Trends die künftige Richtung vorgeben würden. Zum Einen verlängere der Einsatz von SaaS die Zeiträume der Umsätze mit Softwarelizenzen erheblich, was die Produktzyklen entweder völlig abschaffe bedingt durch den Nutzen von Updates oder extrem vergrößere. Zum Anderen würden die Grenzen zwischen Hardware, Software und Dienstleistungen immer mehr verschwimmen, da die integrierten Angebote die steigende Nachfrage nach Leistungen im IT-Sektor immer besser bedienten und den Endnutzern conveniente Rundum-sorglos-Pakete böten.
Generell ist beobachtbar, dass der Service-Anteil der Wertschöpfungsketten in der IT steigt. Da Open Source mittlerweilezu einer echten Alternative zu zahlungspflichtigen Angeboten geworden ist, stehen die Anbieter verstärkt unter dem Druck, besondere und umfassende Angebote zu unterbreiten, um ihren Kunden gegenüber überhaupt noch eine Rechtfertigung für die Notwendigkeit monetärer Entlohnung ins Feld führen zu können. Die Wartungskosten für die Kunden lagen bislang durchschnittlich bei etwas weniger als einem Fünftel der Lizenzgebühren; bei ERP-Anbietern machen sie traditionell 30 Prozent des Umsatzes aus. Dies könnte künftig ganz anders aussehen, denn Open Source schickt sich an, auch die komplexen Anwendungen wie eben ERP und andere kritische Softwaretypen anzugreifen, um in den Betrieben auf der Kundenseite massive Kostensenkungen zu ermöglichen. Anbieter müssen daher zeitnah Kundentreue aufbauen und durch Angebotsvielfalt sowie Zuverlässigkeit und Qualität punkten. Eine kürzlich veröffentlichte Gartner-Studie hatte offenbart, dass SaaS weniger schnell um sich greifen könnte als erwartet. Bei Bain & Company geht man davon aus, dass sich der Markt zunächst auf wenige Anbieter konsolidieren wird, bevor der echte Siegeszug dann ins Rollen käme.
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