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29.06.2010 - Bei der Nutzung sozialer Medien haben einige Anwender zunehmend Bauchschmerzen. Man fragt sich, ob die eigenen Daten bei Facebook & CO. sicher sind.

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Gemeinsam furchtsam

29.06.2010

Bei der Nutzung sozialer Medien haben einige Anwender zunehmend Bauchschmerzen. Man fragt sich, ob die eigenen Daten bei Facebook & CO. sicher sind.

Laut einer Untersuchung des Ponemon Institute haben etwa 75 Prozent der Nutzer von eCommunities zumindest leichte Bedenken bezüglich der Datensammelwut ihrer Portale. 28 Prozent davon sprachen sogar von ernsthafter Sorge. Eine der weit verbreitetsten Ängste ist offenbar, dass durch unseriöse Datenverwendung und Bereitstellung für Dritte, die Frequenz der eingeblendeten Online-Werbung zunimmt. Zudem haben viele bereits Erfahrung mit Schadcode gemacht, der hartnäckige Werbeanzeigen auf dem Bildschirm ansiedelt, welche oft nur unter größten Schwierigkeiten wieder zu entfernen sind. Solche Ärgernisse gelangen häufig durch Sicherheitslecks in Webseiten auf den Rechner des Endnutzers. 50 Prozent der Befragten bereitet es Kopfschmerzen, dass generell Geheimnisse preis gegeben werden könnten – nicht jedes Detail des eigenen Lebenslaufs möchte man der ganzen Welt zugänglich machen. Dass sich durch die Verwendung der sozialen Medien das Aufkommen nervtötender eMails oder SMS erhöhen kann, befürchten circa 49 Prozent der Nutzer.

Etwas seltener, aber mit 21 Prozent noch immer sehr häufig vertreten ist die Furcht, dass das Profil geknackt wird und sich Dritte unter Missbrauch der eigenen Identität im Web austoben. Betrachtet man die vielen Sicherheitsmechanismen bei den Portalen, die mittlerweile hemmungslose Pöbelei in Chaträumen, wie sie noch in den 1990ern Gang und Gäbe war, unverzüglich sanktionieren, so ist die Angst, dass das Image der eigenen Person oder Firma durch Cyberkriminelle geschädigt wird, nicht unbegründet. Andererseits gibt es jedoch Daten, die Kunden relativ schnell und bereitwillig hergeben. 85 Prozent haben keinerlei Hemmungen ihr Geschlecht zu verraten; 81 Prozent rücken bedenkenlos mit der eMail-Adresse heraus und 80 Prozent geben sogar ihren Namen an, ohne mit der Wimper zu zucken. Obwohl Angaben wir Geburtstag, Hobbys und Interessen hoch werberelevant sind, tragen satte 65 Prozent der Nutzer Informationen dazu bei den sozialen Netzwerken ein. Offenbar findet zwischen dem Phänomen Mitteilungsbedürfnis und der Angst vor Sicherheitsproblemen ein permanenter Kampf statt. 51 Prozent der sozialen Nutzer laden Bilder und Videos auf ihre Profilseiten und 42 Prozent tragen sogar ihre Heimadresse ein. Doch grundsätzlich gilt: Je mehr Informationen offenbart werden, desto voller wird der Spamordner. Fans von sozialen Netzwerken sollten sich stets die Frage stellen, ob wirklich die ganze Welt das Profil sehen können muss, oder ob es reicht es lediglich für Freunde zugänglich zu machen.

 


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