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News | Juli 2010
02.07.2010
Bereits vor Monaten angekündigt, ist Apples neue iWaffe nun an den Start gegangen. Die Werbeplattform iAd soll die Vormachstellung des Giganten weiter stärken.
Der Zwist zwischen Google und Apple ist nicht neu. Damit es auch in Zukunft nicht langweilig wird, haben beide Konkurrenten jeweils eine eigene mobile Werbeplattform auf die Startbahn gerollt: Google schloss die Übernahme von AdMob erst vor knapp eine Monat ab und iAd, die Apple-Version der Erfüllung mobiler Marketing-Träume, ist gestern gestartet. Und womit? Mit Erfolg, denn bereits Wochen vor dem Start konnten Vorbestellungen für Werbebuchungen im Wert von 60 Millionen US-Dollar verzeichnet werden. Bereits im Vorfeld wurde berichtet, dass Werbende Großunternehmen wie Nissan, Walt Disney, At&T und Chanel mehr als eine Million Euro für die Werbekampagne via iPhone, iPod Touch und iPad bezahlen mussten.
Laut Steve Jobs sei der Vorteil, dass man die emotionale Ansprache eines Fernsehspots mit der Interaktivität des Netzes verbinden könne und zudem einen großen Stamm potentieller Kunden habe. Natürlich wolle man Entwicklern, die 60 Prozent der Webeeinnahmen erhielten, dabei helfen, Geld mit kostenlosen Applikationen aus dem App Store zu verdienen, so Jobs ganz uneigennützig.
Doch trotz aller Besänftigungen muss das Apple-Imperium momentan viel Kritik einstecken: Applikationen für das iPhone und iPad erhalten Nutzer des neuen Betriebssystem (iOS4) nur dann, wenn sie zustimmen, Werbung über das neue Netzwerk iAd zu erhalten. Somit werden Nutzer vor die Wahl gestellt: Privatsphäre oder Apps. Zudem kann mithilfe von iOS4 die Position des Nutzers bestimmt werden und so zielgruppengenau für die Werbung anvisiert werden Überwachsungsstaat lässt grüßen. Natürlich sollen die Daten anonymisiert werden, doch diese Versicherung beruhigt Datenschützer nicht.
Damit steckt das Jobs-Imperium zwischen denjenigen Nutzern, die Apple wie einer Religion huldigen und Kritikern, deren Stimmen aber immer lauter werden. In den USA klagten bereits die ersten Nutzer des neuen iPhones gegen das Unternehmen, da ihnen defekte iPhone-4-Geräte verkauft worden seien, bei denen und Datenverbindungen abreißen. Damit sei es unmöglich, das Mobiltelefon zu nutzen. Dabei nehmen die Kläger aufgrund der starken Empfangsprobleme in Anspruch, im Namen aller Nutzer des iPhone 4 zu sprechen es soll potentiell Millionen Geschädigte geben. Apple selbst wies den Vorwurf einer Fehlkonstruktion bereits zurück.
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