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News | Juli 2010
06.07.2010
Trotz ständig wachsender Bandbreiten halten sich Anwender nur ungern lange mit Videoinhalten im Web auf. Die kurzen Clips sind offenbar noch immer die beliebtesten.
Die Erfolge von Video-Portalen sprechen für sich. Online-Video ist schnellen Fußes auf dem Weg das bedeutendste Medium des jungen 21. Jahrhunderts zu werden. Aber trotz der Tatsache, dass immer mehr Anbieter auch längere Unterhaltung in dieser Form anbieten, sind die kurzen Beiträge nach wie vor ganz weit oben in der Beliebtheitsskala. Das fand man bei Frank N. Magid Associates heraus. Zwar sehen die Experten bei dem sogenannten user generated content, also den Inhalten, die andere Nutzer einstellen einen wachsenden Zuspruch für zeitlich ausgedehntere Clips, jedoch bleiben die professionellen Videos nach wie vor im Morast der Kurzweiligkeit stecken. Unter den zehn beliebtesten Formen von Online-Video rangieren Musikvideos, Filmtrailer, und Kurzclips aus Fernsehshows allesamt nicht länger als fünf bis zehn Minuten.
Diese Form der bildlichen Freizeitgestaltung wird von der Mehrheit der Nutzer mittlerweile als ebenbürtig eingeschätzt, vergleicht man sie mit abendfüllenden TV-Beiträgen. Diese Erkenntnisse zeigten einen signifikanten Wandel der Präferenzen der Zielgruppen, so Online-Marketing-Experte Mike Vorhaus. Die Beliebtheit professionell produzierter, kurzer Videos stelle das Genre auf stabile Füße von der innovativen Idee, zum etablierten Medium. Auch die Werbung in diesem Sektor findet immer größere Akzeptanz; 55 Prozent der Anwender finden sie, in Verbindung mit den Inhalten, genauso erträglich wie, oder gar noch akzeptabler als TV-Werbung. Die 18- bis 34jährigen beurteilen sie sogar als weitaus angenehmer. 43 Prozent der Umfrageteilnehmer schauten mindestens einmal wöchentlich einen, im Netz eingestellten, Videobeitrag an. Die jüngere Zielgruppe generierte hier naturgemäß den größten Zuwachs: Online-Marketern läuft das Wasser im Mund zusammen. Denn gerade die als Kundengruppe stark begehrte Jugend zeigt sich konsumfreudig und noch dazu offen für Online-Werbung; sie indiziert Erfolge von Trends und definiert die Popkultur der Zukunft. Jacko ist tot, doch eine neue, nach Unterhaltung lechzende Generation, ehrt sein Andenken durch Millionen von Klicks im Web.
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