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06.07.2010 - Wer hat sich nicht schon einmal gewünscht, echte Expertenmeinungen zur Entwicklung der sozialen Medien einzuholen? Über Erkenntnisse und Prognosen.

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Sozial bis 2020

06.07.2010

Wer hat sich nicht schon einmal gewünscht, echte Expertenmeinungen zur Entwicklung der sozialen Medien einzuholen? Über Erkenntnisse und Prognosen.

Soziale Netzwerke bestimmen schon jetzt das Freizeitverhalten und den Medienkonsum der jungen Generation nachhaltig. Bei Pew Internet sperrte man nun offenbar einige Experten zum Thema Entwicklung des Internets und digitales Leben zusammen, um ein Meinungsbild über die Zukunft zu entwerfen. 85 Prozent der Befragten glauben, dass sie im Jahre 2020 rückblickend überwiegend positive Folgen des sozialen Booms ausmachen werden und dass das soziale Leben generell von der digitalen Erweiterung profitieren wird. Kein Wunder, betrachtet man sich die halbe Milliarde Nutzer bei Facebook und Millionen von weiteren Mitgliedern bei anderen eCommunities. Dass diese das Miteinander nachhaltig beeinflussen werden, scheint schon heute klar. Die Mehrheit der Online-Spezialisten sieht in der Möglichkeit, hunderte von Freunden auf dem ganzen Globus anzuhäufen, Chancen für schnelleren und raumgreifenden Informationsfluss. Und schon hier treffen wir auf das Thema Meinungsfreiheit, denn diese wird von einigen Ländern bekanntlich weniger gern gesehen, so dass die sozialen Netzwerke als echte Bedrohung betrachtet werden. In der freien Welt aber gilt das Wegfallen von geografischen Barrieren als große Hoffnung für die Zukunft.

Craig Newmark von Craiglist beispielsweise ist der Ansicht, dass soziale Beziehungen auch reale zwischenmenschliche Verhältnisse positiv prägen und andererseits zur Effizienzsteigerung bei der Arbeit können. Tatsächlich weisen die Web-Gemeinden den Weg in eine Zeit, in der Beruf und Freizeit zunehmend verschmelzen, da ständige Erreichbarkeit die traditionellen Übergänge verwischt. Hal Varian vom Web-Riesen Google sieht dagegen eher den Menschen selbst im Mittelpunkt: Früher hätten Auswanderer Kind und Kegel richtiggehend zurücklassen müssen – heute dagegen gebe es die Möglichkeit ständig in Kontakt zu bleiben. Der Buchautor Howard Rheingold seinerseits, lässt den Pathos in der Schublade und meinte ganz unromantisch, dass es wie immer Gewinner und Verlierer geben werde. Die Einen würden von der Geschwindigkeit des Webs und der Informationsflut befremdet und überrollt, während die Anderen sich in der Sphäre bestens zurechtfinden und aufblühen würden. Egal welchen Aspekt man besonders hervorheben will, eines scheint klar: Das Internet wird durch die Revolution der Kommunikation das Leben des Menschen extrem und nachhaltig verändern. Allein die Neuerungen die in den letzten zehn Jahren aufgekommen sind, lassen sich heute schon nicht mehr aus dem Alltag wegdenken.

 


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