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09.07.2010 - Verschicken sie noch immer ungefragt Werbung per eMail? Experten warnen davor, dem Kunden ohne Absprache Produktinformationen zukommen zu lassen.

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eMail-Marketing: Der Kunde hat die Macht

09.07.2010

Verschicken sie noch immer ungefragt Werbung per eMail? Experten warnen davor, dem Kunden ohne Absprache Produktinformationen zukommen zu lassen.

Wie die Analysten von Exact Target in einer Untersuchung feststellten reagieren die meisten Nutzer sehr sensibel auf ungewollte eMails mit Werbung als Inhalt. Noch wichtiger ist allerdings die dem entsprechende Feststellung, dass die derzeitigen Strategien der meisten eMail-Marketer noch sehr krude und unausgereift daher kommen. Nach wie vor landen rund 20 Prozent der kommerziellen Botschaften gar nicht in den Postfächern, sondern wandern ohne Umwege sofort in die Spam-Ordner. Das erste was die Versender solcher elektronischer Informationen verstehen müssten, sei dass der Kunde die absolute Macht habe. Es bringe rein gar nichts, die Frequenz der emails zu erhöhen, wenn der Erfolg ausbleibe, so eMarketing-Experte Geralmy Swint.

Die Anbieter von eMail-Diensten hören auf ihre Nutzer. Wenn diese einen Versender als Spammer brandmarken, hat dieser unter Umständen in dem gesamten Angebotsspektrum dieses Webmailers gar keine Chance mehr einen Fuß in die Tür, beziehungsweise eine Mail in das Postfach zu kriegen. Überlegen sie gut, ob sie bei ausbleibendem Erfolg einfach die Quanität erhöhen wollen, anstatt der Qualität. Versenden sie ihre Botschaften sparsam und dann mit ansprechendem Design, Grafiken und am besten Videos. Beim ersten Mal wird die Mail vielleicht einfach nur manuell gelöscht, doch schon beim nächsten Versuch kann der Absender auf die schwarze Liste verbannt werden. Es liegt naturgemäß im Interesse der eMail-Provider ihre Kunden vor ungewollten Nachrichten zu schützen, sie haben also an und für sich zwei Parteien mit Ansichten vor sich, die ihre Pläne zu konterkarieren bestrebt sind. Der Tipp von Exact Target lautet deshalb: Gehen sie auf klassische Kundenjagd. Bieten sie es dem Kunden bei jeder Gelegenheit an, seine eMail-Adresse herzugeben und senden sie erst dann Werbung als Newsletter. Nur wenn der Empfänger sich an sie erinnert, wird er ihre elektronische Post unter Umständen mit Wohlwollen betrachten. Aktuelle Studien belegen, dass Nutzer oft schon bei kleinen Anreizen völlig bedenkenlos ihre eMail-Adressen herausgeben.

 


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