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News | Juli 2010
09.07.2010
Alle Augen auf soziale Medien! Das gilt auch für Unternehmen, die hart am Trend der Zeit agieren wollen Kunden nutzen immer mehr die Möglichkeiten der eCommunities.
Und da bei den meisten Nutzern die Kontaktpflege der wichtigste Grund für die Anmeldung bei Facebook und Konsorten ist für 49 Prozent gilt diese Aussage - sollten auch Hersteller und Händler nicht die Augen vor den sozialen Medien verschließen. Denn Kontakte sind schließlich für alle Firmenbereiche überlebenswichtig. Die Agentur defacto.x führte eine Umfrage mit 1.500 Nutzern durch, um die wichtigsten Eckpfeiler des sozialen Lebens in Deutschland festzulegen. Für mehr als ein Drittel der Befragten, genauer gesagt 37 Prozent, gilt das Bedürfnis nach Unterhaltung als wichtige Motivation für die Inanspruchnahme der zumeist kostenlosen Web-Gemeinden, doch weitaus interessanter für die Anbieterseite dürfte das mit 30 Prozent knappe Drittel derjenigen sein, die als Antrieb für ihre Registrierung das Bedürfnis nach aktueller Information nennen.
Aktuelle Information? Kein Problem, werden Marketer nun sagen; die können die Kunden gern haben. Doch ob der Kunde die Informationen wirklich gern hat, das ist natürlich eine ganz andere Frage. Achten sie deshalb darauf, dass ihre Angebote zumindest in weitestem Sinne Bezug zum Nutzer hat, denn gerade die individuellen und zielgruppenbezogenen Spezifikationen des Empfängers spielen in den Netzwerken eine große Rolle. In den, viel von junger Klientel genutzten Netzwerken, hat man durch Bombardements mit völlig uninteressanter Werbung im Handumdrehen ein negatives Image erzeugt. Wichtig ist natürlich auch, im richtigen Portal zu agieren. Bei der reinen Kontaktpflege im privaten Bereich liegen die StudiVZ-Ableger ganz vorn in der Rangliste der Beliebtheit, während die Deutschen im Berufsleben am ehesten auf Xing zählen. Diejenigen die sich die Zeit vertreiben, plauschen oder Mini-Games spielen wollen rotten sich zumeist bei Facebook zusammen. Die Hoffnung für den Business-Sektor liegt jedoch im Verlangen nach Informiertheit, denn hier werden neben Twitter vor allem sogenannte Branded Communities bevorzugt, also Netzwerke die das Logo einer Marke oder Firma tragen. Unternehmen müssten mit den sehr unterschiedlichen Präferenzen der Nutzer zurecht kommen und die unterschiedlichen Erwartungen möglichst zielgenau erfüllen, meint Jens Cornelsen von defacto. Sinnvoll kann es sicherlich sein, sich auf einzelne Zielgruppen zu beschränken, gerade für KMU.
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