ECIN Home | Aktuell |
News | Juli 2010
16.07.2010
Seine Kunden durch Marketing-Maßnahmen wirklich zu aktivieren ist eine schwierige Aufgabe. Tipps vom Experten.
Ignoriert, für langweilig befunden, oder gar nicht erst wahrgenommen: Online-Werbung prangt dem Anwender dieser Tage dermaßen gehäuft entgegen, dass es schwer fällt, ihn wirklich zu erreichen. Ein Großteil der Werbetreibenden aus dem eMail-Marketing klagt derzeit über mangelnde oder qualitativ minderwertige Kundenkontakte. Mike Hotz von Responsys ruft deshalb dazu auf den Empfängern die Frage zu beantworten, was denn dabei für sie eigentlich drin sei. Warum sollte der Empfänger an einem stressigen Arbeitstag ausgerechnet ihre eMail öffnen? Zum Einen sollten sie, so meint Hotz, davon absehen nackte Tatsachen beim Nutzer abzuladen. Er sucht, besonders im B2B-Bereich, nach Antworten auf Fragen; stellen sie ihm also ihre Botschaft in Form einer Problemlösung bereit. Ein weit verbreiteter Fehler sei, ein Produkt oder eine Dienstleistung lediglich zu beschreiben, ohne sie in jedweden Kontext des Anwendernutzens setzen.
Auch das Quetschen aller relevanten Informationen in die eMail selbst wird häufig beobachtet und verursacht beim Experten nur Kopfschütteln. Viel besser, so mahnt er, sei die Implementierung eines Links. Die Kunden betrachteten sich wenn sie einmal geklickt haben die Nachricht im Schnitt gerade mal acht Sekunden lang. Wenn darüber hinaus Interesse bestehe, so schrecke ein ellenlanger Text sie häufig doch noch ab; eine ansehnlich gestaltete Webseite, auf die man geleitet werde, diene dem Zweck hier wesentlich besser. Im Rahmen der Angebotsunterbreitung sollte nicht nur die reine Führung zum Kauf stehen, denn so etwas bestraft der Kunde schnell mit Abneigung. Stattdessen sollten nützliche Inhalte, wie Webinare oder White Papers von Spezialisten des jeweiligen Themas bereit gestellt werden. Geben sie dem potenziellen Käufer zunächst die Möglichkeit sich von ihrer Kompetenz zu überzeugen und sich durch Lernprozesse mit ihrer Marke oder Unternehmen zu identifizieren. Der Anwender soll für das Opfern von Zeit und für die Angabe bestimmter Daten belohnt werden, das schafft Vertrauen. Dabei sollte jedoch tunlichst vermieden werden, riesige Formulare zum Ausfüllen zur Voraussetzung zu machen. Auch sollte nicht an alle Empfänger ein und die selbe eMail geschickt werden! Versuchen sie zumindest eine grobe Unterteilung in Kundengruppen zu erreichen und Nachrichten mit mehr individueller Relevanz zu füllen.
Zum gleichen Thema:
15.07.2010 - Sinkende Zahlen, kein sinkendes Interesse
13.07.2010 - Einklicken gehen: Lebensmittel im eCommerce
12.07.2010 - Noch offline?
07.07.2010 - Gut platziert ist halb gewonnen
05.07.2010 - Deutsche Werbewelt
Mehr Infos zum Thema 'Online-Marketing'