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19.07.2010 - Trotz all der Vorteile, die das Internet Kunden und Unternehmen heutzutage bietet, gibt es doch immer noch berechtigte Sorgen und Ängste. Betrug im Web ist ein bestehendes Problem.

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Klickbetrug im Visier: Deutsche sind ehrlich

19.07.2010

Trotz all der Vorteile, die das Internet Kunden und Unternehmen heutzutage bietet, gibt es doch immer noch berechtigte Sorgen und Ängste. Betrug im Web ist ein bestehendes Problem.

Die globalen Klickbetrugs-Raten sind hoch und bleiben hoch, dass hat eine Studie von Anchor Intelligence gezeigt. In dieser wurden nun die Ergebnisse des ersten und des zweiten Quartals dieses Jahres verglichen und das Ergebnis gibt der Welt nicht unbedingt Grund zur Freude: Lag die Rate versuchten Klickbetrugs noch in den ersten drei Monaten 2010 bei 29,2 Prozent, liegt sich auch in den drei Folgemonaten um nur 0,3 Prozent niedriger – kein als signifikanter Fortschritt zu deutender Unterschied. Das Problem mit den falschen Klicks: Gerade bei Seiten, die das Pay-Per-Click-Verfahren, bei dem Werbebanner pro Klick vergütet werden, nutzen, kann dies die Preise für die Werbung in die Höhe schießen lassen. Und genau das spiegelt die Zahl auch wieder: Es handelt nicht nur um die Prozentzahl der falschen Klicks, die mit 36 Prozent noch höher ausfällt, sondern um die darin enthaltene Anzahl der finanziell-wirksamen, also nicht-harmlosen Falschklicks.

Soviel zur gesamten Welt, doch nun schauen wir Mal nur auf Deutschland: Ist die Entwicklung im Vergleich zum Jahresbeginn auch hier nicht wesentlich erfreulicher, stehen wir im Vergleich zu anderen Ländern doch relativ gut da. Nicht nur befinden wir uns auf der Liste der Länder mit dem stärksten Klickvolumen auf Platz vier, auch können wir mit knappen zehn Prozent eine relativ niedrige Klickbetrugs-Rate verzeichnen. Besser schneiden nur unsere französischen Nachbarn ab, hier wurde wurden 6,6 Prozent versuchter Klickbetrug gemessen. Weltmeister im Click-Fraud, wie es die Anglisten nennen, sind übrigens die Vietmanesen, dort handelte es sich bei über 37 Prozent der Klicks um Betrugsversuche. Auch Australien und die USA finden hier ihre Plätze als zweiter und dritter – allesamt weit über dem globalen Durchschnitt.

Laut Ken Miller von Anchor Intelligence finde Klickbetrug kein baldiges Ende. Cyber-Kriminelle würden ihre Versuche höchstens von gut beschützten Werbenetzwerken und Suchmaschinen auf solche Umlenken, die keinen guten Schutz haben. Diese Art von Betrüger, so Miller abschließend, seien sehr effizient. Bekämen sie keine Zahlungen mehr von einem Ziel, würden sie sich schnell auf ein neues konzentrieren. Das Stichwort, so kann man also schließen, lautet Schutz. Doch der Kriminalität im Netz ein Ende zu bereiten, scheint aufs erste nicht möglich zu sein.

 


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