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20.07.2010 - Eine Überschrift, die wirklich nur für Online-Marketer einen Sinn ergibt. Soziale Medien erhalten noch immer keine wirklich großen Anteile der Werbebudgets.

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Lieber suchen als sozial sein

20.07.2010

Eine Überschrift, die wirklich nur für Online-Marketer einen Sinn ergibt. Soziale Medien erhalten noch immer keine wirklich großen Anteile der Werbebudgets.

Die Bemühungen der Werbeindustrie, die sozialen Medien zu instrumentalisieren sind freilich nicht zu übersehen. Wie eMarketer, beruhend auf Zahlen der e-tailing group, berichtet, planen derzeit neun von zehn Online-Händlern die Einführung einer der Nutzung von Facebook für ihre Zwecke. Dennoch erhalten die Web-Communities bislang nur recht kleine Stückchen am Budget-Kuchen. Akteure mit Umsätzen bis maximal 100 Millionen US-Dollar (circa 77 Millionen Euro) geben, so die Analysten, gerade mal ein mageres Prozentpünktchen ihrer Werbe-Etats für den sozialen Sektor her. Zum Vergleich: In das SEO dagegen wandern gut 39 Prozent des Geldes. Kleinere Marktteilnehmer lassen zwar anteilig mehr in die Netzwerke und Videoplattformen fließen, doch über fünf Prozent kommt dennoch niemand.

Ein Grund hierfür könnte freilich die generelle Umsatzstärke des Suchmaschinen-Marketings sein, während die Einnahmen in den sozialen Sphären noch eher holprig daher kommen. Insgesamt, so schätzt man bei eMarketer werden bis Ende 201 nicht mehr als 5,5 Prozent der Werbebudgets für Facebook & Co. ausgegeben werden. Dabei scheinen die meisten längst begriffen zu haben, dass die Verkaufszahlen dort nur indirekt wirklich gefördert werden können. Auf die Frage hin, wie sie ihren Erfolg in den Web-Gemeinden eigentlich messen würden, sagten satte 80 Prozent, dass sie sich auf die Anzahl von Freunden oder - wie sich seit Twitter eingebürgert hat - „Followers“ konzentrierten. Je mehr desto besser, klare Sache. 59 Prozent indes richten den Blick am liebsten auf den Erfolg der Links innerhalb der Netzwerke, die Käufer zum eigentlichen Shopping-Portal locken sollen. Ebenso beliebt ist die sogenannte CTR (click through rate), mit der gemessen wird, wie viele Nutzer anteilig auf das hauseigene Verkaufsportal zugreifen und wie viele es im Vergleich dazu links liegen lassen. Doch auch hier spielt das SEO eine Rolle, denn 26 Prozent messen ihren Werbeerfolg in den sozialen Medien anhand von Schwankungen in der Nutzung von Links, die für einen Suchbegriff relevant sind.

 


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