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News | August 2010
10.08.2010
Auch Unternehmen haben längst begriffen, dass ihre Präsenz bei den sozialen Netzwerken vonnöten ist. Doch wie diese teilweise genutzt werden, macht Analysten stutzig.
Soziale Netzwerke seien keine schwarze Magie, klagt Debby Penton von Wildfire. Sie hat einen guten Grund dies besonders hervorzuheben, obschon fast alle Technologiefirmen Europas mittlerweile im Schnitt zwei Profile bei den einschlägigen Communities besitzen. 90 Prozent der Entscheider geben mittlerweile an, mit der Firma regelmäßig dort aktiv zu sein und auch Werbemaßnahmen zu ergreifen. Und genau da scheint das Problem zu liegen, denn wie die Analystin Penton herausfand, nutzt der geschäftliche Sektor zwar die Gemeinden kaum weniger als die privaten Nutzer im Gegensatz zu diesen aber verhalten sich die Unternehmen dort nicht sozial. Wie die krude und ungeschickt die Communities verwendet werden, sorgt bei Experten für Erstaunen. Wo andere diskutieren, teilen und informieren und sich somit zum idealen Beuteschema für Marketer machen, stellen die Firmen blanke Texte oder allenfalls Banner ein klassische Internet-Werbung nennt man so etwas.
Offenbar werden Facebook und andere nur als verlängerter Arm und Anhängsel der herkömmlichen digitalen Werbemaßnahmen betrachtet, von sozialen Kampagnen kann dabei nur allzu oft gar keine Rede sein. So haben weniger als die Hälfte einen Blog, was oft bedeutet, dass die Kunden wochenlang ohne jedwede Informationen über Marke oder Betrieb auskommen müssen. 60 Prozent der Unternehmen nutzen außerdem das größte Portal, Facebook, für reine Distributionszwecke da kann man die Werbung auch gleich auf das eigene Shopping-Portal beschränken, denn die Möglichkeiten der sozialen Netzwerke werden durch reine Anzeigenwerbung nicht annähernd ausgeschöpft. Natürlich kommt das Verständnis für die Funktionsweise der Web-Gemeinden nicht über Nacht, denn sie sind ohne Frage nach wie vor als sehr junges Phänomen zu betrachten. Doch scheint dieses Verhalten zu indizieren, dass insgesamt zu wenig Zeit damit verbracht wird, da der Nutzen von vielen Werbetreibenden noch immer drastisch unterschätzt wird. Auch ist insbesondere älteren Vertretern das ganze Thema Netzwerke noch immer suspekt. Die Communities gelten als infantiler Tummelplatz für Jugendliche, in denen über die neueste Mode und Musik geredet wird. Das interessante daran ist, dass dies zum Teil natürlich zutrifft. Wäre es nicht toll, wenn dort von ihnen und ihrem Produkt gesprochen würde?
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