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News | August 2010
12.08.2010
Wie selbstverständlich werden wöchentlich mobile Marketing-Trends verkündet, denn der Stamm potentieller Kunden ist groß. Das stimmt, doch offenbar bildet Deutschland das Schlusslicht.
Die Lieblingsbeschäftigung deutscher Mobilfunk-Nutzer ist nicht etwa spielen, nicht navigieren und auch nicht telefonieren, sondern das Versenden von Textnachrichten. Trotzdem surfen hierzulande immerhin 13 Prozent der Handy-Nutzer mobil im Internet. Klingt doch ganz gut? Ist es aber nicht, wie der internationale Vergleich zeigt. Laut dem Markt- und Medienforschungsunternehmen Nielsen nutzen rund 38 Prozent der Chinesen ihr Mobiltelefon unterwegs für den Internetzugriff, in den USA immerhin es über ein Viertel bei diesen Zahlen werden mobile Marketer sicherlich neidisch. Natürlich sehen die Zukunftschancen auch bei uns nicht gerade schlecht aus, immerhin wird fast täglich berichtet, dass die Verkaufzahlen von mobilen Endgeräten neue Rekorde aufgestellt haben und es steht fest, dass die tagtägliche Kommunikation durch die Verbreitung von Handys entscheidend geprägt und verändert wurde.
Diejenigen Nutzer, die die mobile Welt bereits für sich entdeckt haben, nutzen vor allem Wetter- und Nachrichten-Webseiten, mit jeweils etwa 40 Prozent. Knapp danach folgen Suchmaschinen. Etwa ein Viertel der Nutzer interessieren sich noch für Sportseiten, Unterhaltungsangebote und Shopping-Webseiten. In den USA liegt die Interessenlage ähnlich, wie hierzulande, während beim mobilen Sieger China in erster Linie Unterhaltungsangebote im Vordergrund stehen. Ein größerer Unterschied zeigt sich bei der Nutzung sozialer Netzwerke, die sich in Deutschland bei fast einem Fünftel der Nutzer mobiler Beliebtheit erfreuen können. In China sind es mit sieben Prozent viel weniger, in den USA mit 41 Prozent viel mehr. Diese Zahlen zeugen von einer deutlichen Trendwende, die in Deutschland noch auf sich warten lässt.
Auch was das Herunterladen von Klingeltönen, Apps, Spielen oder Musik angeht, zeigen die Deutschen sich noch zurückhaltender als in China oder den USA, wobei hier auch die Bandbreite der genutzten Services geringer ist. Beliebt ist hingegen das Abrufen von eMails per Mobiltelefon bei ganzen zehn Prozent. Gut, das Gesamtergebnis soll ja nicht schwarz geredet werden, 13 Prozent sind immerhin nicht gerade wenig. Mit ihren mobilen Online-Lieblingsbeschäftigungen bieten sie Marketern viele Anlaufstellen für spannende Werbung.
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