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News | August 2010
16.08.2010
Mit den kleinen Programmen lassen sich Online-Inhalte auf dem Handy schnell und ohne lästige Wartezeiten erreichen. Doch wird mobilen Webseiten scheinbar mehr Bedeutung beigemessen.
Die verknappten Internetpräsenzen erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Bei Industrie und Handel etabliert sich offenbar nach und nach die Einsicht, dass der Geduldsfaden des Anwenders im mobilen Bereich deutlich dünner ist als vor dem heimischen PC. Da zusätzlich die Geschwindigkeiten der Datenübertragungen auf die Mobilfunkgeräte oft noch zu wünschen übrig lassen, entfernen die Webdesigner rigoros überflüssige Bilder und Grafiken und beschränken sich auf das Wesentliche. Laut einer Studie von Adobe haben 80 Prozent der Unternehmen weltweit bereits eine Webseite im Handyformat oder planen in naher Zukunft eine bereit zu stellen. Lediglich acht Prozent gaben an, sich bei ihrer mCommerce-Strategie komplett auf Apps zu verlassen. Die Applikationen tauchen noch überwiegend in Form von technischen Experimenten oder Spielen auf.
Der moderne Konsument fordert seine Waren über alle möglichen Bezugskanäle an. Deshalb, so Sheila Dahlgren von Adobe, müssten Anbieter auch ihre Distributionskanäle an das sogenannte Multi-Channeling anpassen. Dass dazu auch und gerade der mobile Sektor gehöre, müsse selbstverständlich sein. Kunden, die sich nicht nur auf einem Wege versorgen, sondern mehrere Möglichkeiten ausschöpfen, kaufen tendenziell mehr. Die Studie verdeutliche die großen Chancen, die sich für Anbieter ergeben könnten, wenn sie die Hebel bei Visualisierungen, ansprechenden und intuitiven Menüs und bei Cross-Channeling ansetzten. Visuelle Aspekte bei der Vermarktung sind, auch bedingt durch derzeit noch bestehende technische Grenzen, auf dem Handy noch relativ selten. Nur 18 Prozent der befragten Entscheider gaben an, aufwändige Animationen und Bilder zu verwenden. 81 Prozent haben bereits entsprechende Pläne in den Schubladen. Der mCommerce hat noch nicht einmal begonnen in all seiner Farbenpracht zu schillern auch in ökonomischer Hinsicht.
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