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17.08.2010 - Versandhändler verlegen ihre Strategien mittlerweile mehr und mehr vom Papier aufs Handy. Doch das klassische Blättern für tot zu erklären wäre derzeit noch verfrüht.

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Ausgedient: Smartphones schlagen Kataloge

17.08.2010

Versandhändler verlegen ihre Strategien mittlerweile mehr und mehr vom Papier aufs Handy. Doch das klassische Blättern für tot zu erklären wäre derzeit noch verfrüht.

Einer Studie von Portaltech zufolge werden die aufwändig herzustellenden und transportkostenintensiven Bestellkataloge mittlerweile von den intelligenten Mobiltelefonen in den Schatten gestellt. Der mCommerce beginnt allem Anschein nach seinen endgültigen Siegeszug – bald könnte es also heißen „Smartphone find ich gut“. Doch die schwere Papierbindung mit den dünnen Seiten ist noch lange nicht am Ende. Den Ergebnissen der Analysten zufolge geben noch immer 16 Prozent der befragten Konsumenten an, wöchentlich eine Suche und Bestellung von Produkten anhand des klassischen Papierkatalogs durchzuführen, während das Smartphone hier schon auf 25 Prozent kommt.

Die Zahlen zeigen ein Mal mehr, dass die mobilen Telefone immer stärker die Rolle des Bindeglieds zwischen verschiedenen Darbietungskanälen für Waren jeder Art einnehmen. Spätestens jetzt müssen eigentlich Marketer in den entwickelten Märkten verstehen, dass „mobile“ nicht nur ein Wort für Technikfans ist, sondern zum wesentlichen Bestandteil des Handels geworden ist. Dass die Nutzer allerdings den klassischen Katalog bereits hinter das Handy stellen, findet Rachel Wilkinson von Portaltech dann doch etwas überraschend. Viele Handelsmarken würden traditionell riesige Summen für Herstellung und Versand der Werbewälzer ausgeben, während die Käufer es bereits viel bequemer fänden, die Suchfunktionen im Netz per Smartphone zu verwenden. Dies sei vor allem deshalb interessant, weil im Handel bislang noch immer die Meinung vorherrsche, dass Investitionen in mobile Angebote keine ordentliche Rendite versprächen. Den Ergebnissen von Wilkinsons Team zufolge handelt es sich dabei um eine überholte Fehleinschätzung. Gerade Online-Händler sollten wohl die Augen für den mCommerce öffnen.

 


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