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25.08.2010 - Immer neue Blüten treibt der Trend zum sozialen eCommerce. Wie sie davon profitieren können, berichtet einer, der mitten drin ist.

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Marketing-Tipps vom Experten

25.08.2010

Immer neue Blüten treibt der Trend zum sozialen eCommerce. Wie sie davon profitieren können, berichtet einer, der mitten drin ist.

Eine dieser neuen Blüten nennt sich „swapping“, was in diesem Zusammenhang nichts anderes als tauschen bedeutet. Dort gibt ein Anwender entweder an, was er sucht oder was für einen Gegenstand er gerne eintauschen möchte und versucht jemanden zu finden, der den Kriterien entspricht. Ökonomen mag dieses Konzept wie ein Rückschritt vorkommen, hat doch die Erfindung des Geldes, die derartige aufwändige Tauschgeschäfte überflüssig gemacht hat, bereits einige Jahrtausende auf dem Buckel. Doch diese Art des eCommerce ermöglicht einige interessante Perspektiven, von denen Jeff Bennet von swaptree als einer der schlauen Köpfe, die hinter diesem Konzept stecken, berichtet. Er ist der Meinung, dass es sich eigentlich keine Marke mehr leisten könne in Sachen social außen vor zu bleiben. Zu groß sei das Phänomen mittlerweile und es befände sich noch immer in einem enormen Wachstum. Eine der großen Veränderungen, die Bennet durch diese Entwicklung sieht: Kunden lernen neue Produkte und Marken nicht mehr durch Industrie und Handel kennen, sondern erfahren durch Freunde und Bekannte im Web davon.

Dadurch aber, dass der erste Kontakt mit einem Gut in Zukunft nicht mehr durch die glamouröse Darstellung der Werbung geprägt sei und ein unrealistisch verzerrtes Bild erzeuge, ergebe sich das Bild eines weitaus besser informierten Kunden, der kritischer und unter Umständen gnadenloser im Urteil sei. Deshalb müsse jedes Unternehmen, das seine Produkte selbst vertreibe, dem Kunden genau dort aufmerksam zuhören, wo er seine Kritik und sein Lob los wird, nämlich in den Communities. Anders als einige andere Marketer ist Bennet der Meinung, dass es im sozialen Marketing nicht um das Herausfeuern von Botschaften geht, sondern ums Zuhören. Wer gute Produkte habe und außerdem seiner Klientel zuhöre, sei absolut fit für die neue Form des eCommerce. Ehrlichkeit sei bei den sozialen Netzwerken eine Errungenschaft, die der Werbung mitunter fehle – darüber könne man entweder klagen oder es einfach für sich nutzen. Swapping-Webseiten seien ein Paradies für Marketer, da sie einen direkten Einblick in die Nachfragesituation und ganz nebenbei auch in die Angebotsvielfalt ermöglichten, schwärmt der Experte. Konsumenten würden direkt darauf hinweisen was sie suchten, was sie hätten und was sie loswerden wollten. Dort wo Lücken entstünden und sich Angebot und Nachfrage nicht deckten, eröffneten sich die besten Möglichkeiten für Marken, einen Nachfragesog zu befriedigen.

 


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