Anmelden / Login

Unternehmen & News kostenlos eintragen

Menu

Missbrauch beim Widerrufsrecht

30.08.2010 - Einmal anziehen und zurückschicken, das scheint derzeit das Motto vieler Kunden zu sein. Die Händler klagen über den oft schlechten Zustand ihrer Retouren.

Einmal anziehen und zurückschicken, das scheint derzeit das Motto vieler Kunden zu sein. Die Händler klagen über den oft schlechten Zustand ihrer Retouren.

In einer Untersuchung der und Trusted Shops zeigte sich, dass die neue Regelung bezüglich des Widerrufsrechts bei Online-Shops von Kunden fleißig in Anspruch genommen wird. Über die Maßen sogar, wenn man die Anbieter fragt. Innerhalb der ersten 14 Tage nach dem Kauf dürfen Nutzer die bestellten und gelieferten Waren seit einiger Zeit ohne Weiteres einfach zurücksenden. Und so geht derzeit jeder siebte Artikel, der über das Web erworben wird, an den Händler zurück. Ein Drittel der etwa 400 befragten Web-Shop-Betreiber gibt an, dass die Ware als Retoure bis zu 30 Prozent ihres Wertes einbüße. Die Branche stöhnt unter der neuen Bestimmung.

Natürlich ist es legitim Artikel zurückzuschicken. Doch Martin Wansleben von der DIHK mahnt an, dass diese nur allzu oft in sehr schlechten Zustand ihren Weg zum Händler zurückfänden. Rund 80 Prozent der Unternehmen, so führt er an, klagten bereits über Missbrauchsfälle. In erster Linie gelte das für Ware, die für spezielle Anlässe benötigt werde. Abendgarderobe werde einmal angezogen und dann schlichtweg reklamiert. Bei schlechtem Umgang mit dem Produkt ist der Wiederverkauf dann für den Anbieter nicht mehr möglich, vor allem wenn es sich um Hygieneartikel wie Lippenstifte oder Kontaktlinsen handle. Die Folge: Shopping-Portale verkleinern Sortimente, da sich bestimmte Produkte kaum noch zu verkaufen lohnen. 55 Prozent der Befragten haben bereits ihre Margen in bestimmten Bereichen gesenkt und 35 Prozent kalkulieren schon jetzt mit derlei Missbrauch in ihrer Planung. Nach Willen der EU soll bald auch der für Händler bestehende Anspruch auf Wertersatz bei besonders schwerwiegenden Fällen entfallen. Das Justizministerium jedoch bemüht sich um einen Kompromiss, sodass dieser in abgewandelter Form doch noch bestehen bleiben könnte.

 


Deutsche verbringen mehr Zeit online 26.08.2010 - Gute Gründe für mobiles Marketing
Deutsche verbringen mehr Zeit online 25.08.2010 - Marketing-Tipps vom Experten
Deutsche verbringen mehr Zeit online 20.08.2010 - Stehen lassen und abhauen: Warenkörbe im Web
Deutsche verbringen mehr Zeit online 18.08.2010 - Mit kostenloser Praxishilfe zum abmahnsicheren eShop
Deutsche verbringen mehr Zeit online 13.08.2010 - Deutsche verbringen mehr Zeit online


Mehr Infos zum Thema 'eCommerce'