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06.09.2010 - Oft ist man auf das Internet angewiesen, auch und gerade im Berufsleben. Ein unerwünschter Nebeneffekt ist dabei die Zunahme der Kriminalität.

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Langfinger am Werk: Datendiebstahl verursacht Milliardenschäden

06.09.2010

Oft ist man auf das Internet angewiesen, auch und gerade im Berufsleben. Ein unerwünschter Nebeneffekt ist dabei die Zunahme der Kriminalität.

Insbesondere die Entwendung sensibler Daten stellt ein wachsendes Problem dar. Jedes vierte Unternehmen in Deutschland ist innerhalb der letzten drei Jahre schon mindestens ein Mal Ziel eines Betrugsversuchs im Netz geworden. 86 Prozent schätzen die Gefahr, die von Cyber-Kriminalität ausgeht deshalb bereits als groß ein, wie eine Umfrage des Emnid-Instituts bei etwa 500 deutschen Unternehmen ergab. Mit der zunehmenden Präsenz komplexer IKT-Systeme wachse auch die Angriffsfläche, die die Betriebe den potenziellen Angreifern böten, so die Analysten. Vor allem dort wo es was zu holen gebe, träten die häufigsten Delikte auf, klagt Alexander Geschonneck von KPMG, wo die Studie in Auftrag gegeben wurde. So würden etwa Konstruktionspläne mit dem Handy abfotografiert, oder Kunden- und Mitarbeiterdaten millionenfach raubkopiert und auf USB-Sticks oder anderen tragbaren Speichermedien aus dem Gebäude transportiert.

Tatsächlich bestätigen die Autoren der Studie, dass der Diebstahl von Kunden- oder Arbeitnehmerdaten das häufigste Delikt in der digitalen Unterwelt ist; 61 Prozent der Betroffenen in den letzten drei Jahren waren Opfer von Datenraub, während bei 52 Prozent der Befragten geschäftskritisches Wissen abhanden kam oder illegal vervielfältigt wurde. Deutlich höher als angenommen sei der Schaden, der durch Computerkriminalität entstehe, moniert Geschonneck. Er schätzt, dass der Betrag Jahr für Jahr zweistellige Milliardenhöhen erreicht. Gerade für KMU könne es das Ende bedeuten, wenn wichtiges Know-How in falsche Hände gerate. Die Gefahr aus dem internationalen Umfeld wird dabei nicht unbedingt als größte Bedrohung wahrgenommen, denn sage und schreibe 70 Prozent sehen die Täter im eigenen Haus. Ehemalige Mitarbeiter oder sonstige Insider vergingen sich an datenschutzrechtlichen Bestimmungen, so das Urteil der Branche. 48 Prozent sagen konkret, dass Verstöße hauptsächlich von eigenen Firmenmitgliedern begangen würden, ob aus Habgier oder persönlicher Rachsucht. Um an die wirklichen Datenschätze der Firmen ranzukommen ist fast immer Insider-Wissen notwendig, darin sind sich Experten einig. Dennoch müsse das Thema Prävention ernster genommen werden als bisher, da die Bedrohungen stetig an Komplexität zunähmen, so die Autoren der Studie.

 


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