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News | September 2010
Alle lieben SMS
07.09.2010
Als die erste Kurznachricht gesendet wurde, ahnte noch niemand deren bevorstehenden Erfolg. Etliche Jahre später ist noch lange kein Ende des SMS-Wahns in Sicht.
Im Gegenteil. Die Beanspruchung dieses recht anspruchslosen Dienstes geschieht längst in jeder Altersschicht der Anwender. Laut einer Studie von Pew Internet steigt die Nutzung sogar noch weiter an. Versandten und empfingen nämlich im letzten Jahr 65 Prozent der erwachsenen Klientel regelmäßig SMS, so belief sich die Zahl in der diesjährigen Erhebung bereits auf 72 Prozent. Längst sind es nicht mehr nur die Teenager, die das Medium zu schätzen wissen. Traditionell übernehmen die jungen Nachfrager zwar zuerst technische Neuerungen, doch gibt es die SMS mittlerweile derartig lange, dass die Jugendlichen von einst längst Erwachsen sind, was einen Teil der Studienergebnisse wohl zu erklären vermag. Doch mit dem Alter kommt auch die Ruhe und so sind es nichtsdestotrotz noch immer die jungen Wilden, die den größten Kommunikationsdrang haben. Nicht nur dass hier 87 Prozent regelmäßige auf die Kurznachrichten zurückgreifen, sie belasten auch die Netze weitaus stärker.
Während die Erwachsenen pro Tag bis zu zehn Mitteilungen verfassen und erhalten, tippen die Teenager bis zu 50 der Nachrichten in ihr Handy ein und das täglich. Das Handy selbst spielt für alle Alterklassen eine sehr große Rolle im Alltag. Satte 91 Prozent sagten, dass sie ihren Alltag mithilfe ihres Mobiltelefons besser bewältigen könnten und sich damit generell sicherer fühlten. Doch die Unkenrufe bezüglich des Werteverfalls durch ständige Erreichbarkeit, scheinen sich nicht zu bewahrheiten, denn 86 Prozent der Anwender empfinden es als unhöflich, greift der Gesprächspartner mitten in der Konversation zum Handy egal ob es sich um einen Anruf oder eine SMS handelt. 42 Prozent finden es zudem nervig, wenn das Telefon sie unsanft aus dem Schlummer weckt. Die größte Kluft tut sich in der Nutzung des Mobilfunkgeräts abseits von Telefonie oder Kurzmitteilungen auf. 39 Prozent der älteren Anwender greifen zu Unterhaltungszwecken zu dem Gerät. Bei den Jugendlichen ist diese Motivation dagegen zu 69 Prozent vorhanden.
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