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07.09.2010 - Traditionell beurteilen die Deutschen die aktuelle Lage gern kritisch. Doch die wirtschaftliche Erholung treibt auch online bereits Blüten, Prognosen hin oder her.

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eCommerce im Aufwind

07.09.2010

Traditionell beurteilen die Deutschen die aktuelle Lage gern kritisch. Doch die wirtschaftliche Erholung treibt auch online bereits Blüten, Prognosen hin oder her.

Momentan, so scheint es, wollen die Bundesbürger noch ein wenig Abwarten, bis sie wieder richtig tief in die Tasche greifen. Zumindest ergab das die monatliche Umfrage des ECC Handel. Der aktuelle s-KIX, der Index für die Bewertung der momentanen Lage, lag im August durchschnittlich knapp unter der neutralen Mitte von 100. Jeder Dritte aber plant seine Ausgaben jedoch innerhalb der nächsten Monate zu steigern – alles andere wäre auch äußerst ungewöhnlich, schließlich steigt der Privatkonsum zu Weihnachten eigentlich immer sehr deutlich an.

Ungefähr die Hälfte der Deutschen plant für die nächsten zwölf Monate indes mit etwa gleichbleibenden Ausgaben im Web. Da Ungewissheit jedoch ein elementarer Bestandteil jeder Umfrage sei, müsse man sich eher auf die positiven Stimmen halten, so die Analysten. Schon immer seien Konsumprognosen in der Bundesrepublik hinter der Realität im Nachhinein zurückgeblieben. Deutschland sei derzeit eines der Länder Europas, das sich wirtschaftlich am stärksten präsentiere und es sei unwahrscheinlich, dass dies im eCommerce kurz- bis mittelfristig keine belebende Auswirkung haben werde. Immerhin 33,7 Prozent der Konsumenten sagen, dass sie innerhalb der kommenden zwölf Monate mehr Geld im Online-Handel lassen werden als bisher, so dass der Zukunftswert des s-KIX bei 111,4 liegt. Obwohl die Verbraucher ihre Ausgaben zurückhaltender bewerteten als noxch im Juli, wirke sich dies offenbar nicht nachhaltig auf ihre Konsumhaltung aus, freut sich Reiner Heckel von redcoon, wo man an den monatlichen Erhebungen mitwirkt. Die Prognosen der Kundschaft bezüglich des Zeitraums von einem Jahr seien nämlich erheblich optimistischer als im Vormonat. Langfristig sollte also ein guter Wind die Segel des deutschen Online-Handels blähen.

 


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