Electronic Commerce Info Net - ECIN - bietet aktuelles Know-how für das E-Business und Expertise für den elektronischen Geschäftsverkehr: Shopsysteme, Marketing, Marktbarometer, Zahlungssysteme, Steuern&EC, Recht, EDI&EC und mehr. Kompetent und kostenlos.
ECIN - Electronic Commerce Info NetAktuellKnow-HowSolutions: Quickfinder eBusinessCommunityWorkshops
Erweiterte Suche
KontaktNewsletter AbosWerben Sie im Electronic Commerce Info Net

ECIN RSS Feed
ECIN Newsletter Abos

Newsletter

Abo ändern | löschen


 

ECIN Home | Know-how | eShops | Best Business

B2C Best-Practise: Erfolgreich im Web verkaufen
06.06.2002 | Artikel drucken | Artikel empfehlen

Nach dem redaktionellen Prinzip "Bad News are Good News" bestimmen vor allem Pleitemeldungen noch immer das Bild des eCommerce in der Öffentlichkeit. Dabei gibt es selbst in Deutschland auf den unterschiedlichsten Ebenen eine ganze Reihe vorzeigbarer u n d erfolgreicher Unternehmen. Beispiele gefällig? Eine kleine Auswahl von Top-Playern, Nischenanbietern und "Service-Sellern".

Anzeige
 
1 B2C Best-Practise: Erfolgreich im Web verkaufen
2 Erfolgreich in der Nische
3 Services, die Kunden überzeugen

So mancher Online-Händler dürfte regelmäßig vor Neid erblassen, wenn die großen Handelskonzerne wie Otto, Karstadt, Tchibo und Co. mit Stolz geschwellter Brust wieder einmal aktuelle Umsatzzahlen verkünden. Auch im Jahr 2002 sind quasi Umsatzverdoppelungen dabei noch immer an der Tagesordnung.

Karstadt: Marketing ist alles

So vermeldete der KarstadtQuelle Konzern Anfang Juni dieses Jahres, dass die Online-Nachfrage auf seinen insgesamt 65 Einkaufs- und Informationsportalen im ersten Quartal 2002 auf 261 Millionen Euro und im Kalenderjahr 2001 auf 814 Millionen Euro gestiegen sei, was im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von 80 Prozent entspricht. Dagegen scheint die für 2002 angepeilte Steigerung von 50 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro geradezu bescheiden.

Im Versandhandel werden laut Unternehmen bereits mehr als 10 Prozent des Gesamtumsatzes im Netz erzielt. Besonders beeindruckend ist dabei die Neukunden-Quote des Tochter-Unternehmens Neckermann.de. Stolze 43,2 Prozent aller Internetkunden von Neckermann.de waren echte Neukunden für das Unternehmen.

Dabei erscheinen die frühen und oft belächelten Gehversuche des Karstadt-Konzerns mit seinem my-world-Angebot heute in einem ganz anderen Licht als noch vor zwei Jahren: Nach der Devise „learning by doing“ sammelte der Konzern seine ersten Erfahrungen. Mit Erfolg.

karstadt klein
große Ansicht

So ging die Karstadt Warenhaus AG mit ihren Shopping-Portalen karstadt.de und karstadtsport.de erst Ende April 2001 online. Die Multi-Channel-Strategie des Konzerns wird hier jedoch in nahezu idealer Weise umgesetzt. Virtuelles und reales Warenhaus werden miteinander vernetzt: So sind z.B. in den Karstadt- und KarstadtSport-Häusern eService-Points eingerichtet worden, die Beratung, Bestellung, Anlieferung oder Umtausch der Online-Artikel ermöglichen sollen.
Ferner soll die Klub Karstadt Karte (Kundenkarte) sowohl online als auch offline Nutzer dazu bewegen, kräftig einzukaufen und Bonuspunkte zu sammeln. Der Punktestand kann genauso wie die zu erreichenden Prämien jederzeit via Internet angeschaut werden. Darüber hinaus kann die Klub-Karte zum Bezahlen im Internet verwendet werden. Abgerundet wird der Online-Shop durch ein umfassendes redaktionelles Angebot.

Der durchschnittliche Bestellwert pro Warenkorb betrug bei den beiden Shopping-Portalen von Karstadt im Juni 2001 180 Euro, dies ist dreimal so hoch wie der durchschnittliche Internet-Bestellwert von 55 Euro in Deutschland. karstadt.de konzentriert sich auf „internet-affine“ Sortimente: Bücher, Multimedia, Elektrogroßgeräte, Musik/Video/DVD, Reisen und Wein. Für Sport wurde aufgrund der besonderen Zielgruppenstruktur mit karstadtsport.de ein eigenes Portal errichtet.

Jedoch räumt selbst der KarstadtQuelle Vorstand Peter Gerard ein, dass Karstadt.de in erster Linie eine Marketing-Funktion übernimmt und nicht mit den „Umsatzbringern“ Neckermann oder Quelle zu vergleichen ist. Der Online-Shop ergänzt lediglich das Geschäft in den Warenhäusern und stärkt den Brand.



Otto-Versand: Volle Kraft voraus - auch im Internet

Als weltweite eCommerce Nummer zwei hinter Amazon schmückt sich das deutsche Versandhandelshaus Otto-Versand. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2001/02 konnten die globalen Online-Umsätze im reinen Endverbrauchergeschäft um 56 Prozent von 1,1 Milliarden Euro auf 1,7 Milliarden Euro gesteigert werden. Bei der Einzelgesellschaft Otto Versand Hamburg übertrifft der Online-Anteil am Umsatz mit rund 490 Millionen Euro bereits deutlich die 10 Prozent Marke.

Im Gegensatz zu Karstadt.de setzt der Otto-Konzern als Versender mit seinem kompletten Angebot auf das Internet. Und dieses wird mit Hilfe von vielfältigen Service und Support-Funktionen den Kunden angeboten. So erweist sich der Otto-Konzern als äußerst experimentierfreudig und innovativ.

Bereits im Februar 2000 bot Otto seinen Kunden erstmalig den Zugang zum mobilen Shopping via WAP an und pünktlich zum i-Mode-Start in Deutschland offeriert der Versandhandel auch diesen Vertriebsweg. Im Zuge des i-Mode-Angebots ist es auch möglich, neben farbigem Content und dem Versand von eMails spezielle Shopping-Angebote von Otto anzusurfen. In den beiden Rubriken "Top-Seller" und "Wochenhighlights" gibt es eine wöchentlich aktualisierte Auswahl mit wechselnden bebilderten Themenbereichen wie z.B. Wohnen, Lifestyle oder Bekleidung.

otto klein
große Ansicht

Darüber hinaus nimmt der Otto-Versand eine Vorreiter-Position bei der Visualisierung des eigenen Angebots ein. So bietet man seinen Kunden z.B. bei einer Vielzahl von Bekleidungsgegenständen u.a. Rundumansichten in Form von kurzen Videosequenzen an. Wem das noch nicht reicht, der kann die „Virtuelle Anprobe“ nutzen und entweder auf einen „Pool“ von „voreingestellten“ Models zurückgreifen oder sein eigenes Foto einsenden und dann die Hosen, Pullover etc „am eigenen Körper“ ausprobieren. Ferner werden bei Otto.tv ausgesuchte Produkte mittels Streaming-Video-Clip vorgestellt. Die Produkte können dann direkt aus dem Video heraus bestellt werden. Mit diesem neuen, innovativen Format der Angebotspräsentation rüstet sich Otto für die „breitbandige“ Zukunft mit dem Einsatz von Video und Ton.

Zusätzliche Services, die aus der herkömmlichen Katalog-Welt übernommen wurden (umfassende Retourmöglichkeiten, Lieferservices, Finanzierungsmöglichkeiten, Reparaturservices), lassen so manchen reinen Internethändler vor Neid erblassen. Der Otto-Versand profitiert somit besonders stark von den Synergieeffekten aus dem Kataloggeschäft.


Tchibo: Das Internet hat unsere eigenen Gesetze

Tchibo kann getrost als gestalterische Ausnahme der Regel bezeichnet werden. Die wöchentlich wechselnde, stark grafiklastige Startseite bringt es Woche für Woche auf Werte jenseits der 300 Kb. In dieser Woche mutet Tchibo seinen Nutzern stolze 446Kb als Begrüßung zu, dabei wird auf redaktionellen Content gänzlich verzichtet. Was sich jedoch dem Anschein nach nicht negativ auf den Besucheransturm und die damit verbundenen Umsätze auswirkt. Ganz im Gegenteil. Tchibo gehört hierzulande zur unangefochtenen eCommerce-Spitze. Mit 1,3 Millionen Unique Visitors lag man im Dezember nur hinter Amazon, BOL und Otto in der Statistik der am stärksten frequentierten Retail-Sites im deutschen Internet.

tchibo klein
große Ansicht

Und so konnte der Online-Shop von Tchibo Schätzungen zufolge im vergangenen Jahr einen Internet-Umsatz von mehr als 50 Millionen Euro erzielen, was einem Viertel des gesamten Distanzgeschäfts der Tchibo Direct GmbH entspricht. Dabei scheint das Konzept aufzugehen, dass man im Internet eine neue Kundengruppe anspricht: Ist im stationären Tchibo-Handel nur jeder fünfte Kunde männlich, so hält sich im Internet das Geschlechterverhältnis die Waage. Auch sind die Online-Kunden deutlich jünger als die herkömmliche Laufkundschaft. Das Bemerkenswerte dabei: die Produktpalette ist die Gleiche (Online/Offline/Katalog).

Lediglich mit einigen meist aufsehenerregenden Sonderaktionen versucht Tchibo sein Online-Angebot stärker zu bewerben. So verkaufte der „Kaffeeröster“ beispielsweise medienwirksam am 11.11.01 ab 11.11 Uhr 111 Plasmafernseher für 11.111 DM in nicht einmal 11 Minuten (in sieben Minuten war das Geschäft gelaufen). Derzeit verlost Tchibo – ebenso medienwirksam – 20 Original Rolex-Uhren (Der Verkauf zu Dumping-Preise war kurzerhand verboten worden).

Von einer Kannibalisierung des Offline-Handels durch das Internet will Tchibo nichts wissen. Laut Unternehmenssprecher Joachim Klähn informieren sich viele Kunden im Internet und kaufen dann jedoch lieber beim Tchibo-Shop um die Ecke. Ebenso wird im Ladengeschäft bei regional ausverkauften Produkten auf die Online-Filiale verwiesen.

Lesen Sie im 2. Teil mehr über: Erfolgreich in der Nische

Artikel drucken | Artikel empfehlen

Inhalt:
ECIN Solutions - Malls Teil 1 B2C Best-Practise: Erfolgreich im Web verkaufen
Erfolgreich in der Nische Teil 2 Erfolgreich in der Nische
Services, die Kunden überzeugen Teil 3 Services, die Kunden überzeugen


 

 

ECIN Shop: Workshops, Reports und mehr

ECIN Reports Reports Alle ... leer

Shoplösungen im Vergleich
57 Lösungen, 415 Seiten Pdf, Preis: 99,- € zzgl. MwSt. mehr ...

Katalog-Management-Systeme
27 Lösungen, 250 Seiten Pdf,  Neuer Preis: 49,- € zzgl. MwSt. mehr ...

News

Globale Shopping-Gewohnheiten Globale Shopping-Gewohnheiten

Langsam aber beständig: Erholung am IT-Markt Langsam aber beständig: Erholung am IT-Markt

Triebfedern mobiler Werbung Triebfedern mobiler Werbung

Wohin, woher: RFID-Chips als Verkaufsschlager Wohin, woher: RFID-Chips als Verkaufsschlager

ECIN eBusiness Blog

Artikel lesen Vergessene Technologie: RFID heute

Artikel lesen Gesichtskontrolle: Facebook Places

Know-how

Mit Mobile Tagging zum Erfolg Mit Mobile Tagging zum Erfolg

Zur perfekten Kundenbeziehung Zur perfekten Kundenbeziehung

Dienstleistungen zum Thema "B2C Best-Practise: Erfolgreich im Web verkaufen" finden Sie in den Kategorien:
ECIN Solutions - MallseShops
ECIN Solutions - MallsMietshops
ECIN Solutions - MallsMalls

Bitte beachten Sie den Eintrag unseres Premium-Partners

ECIN SolutionsWebsale AG

Relevante Bücher finden Sie im ECIN Bücherbord unter eShops. Unser Buchtipp zum Thema "B2C Best-Practise: Erfolgreich im Web verkaufen":

Markus Stolpmann
Kundenbindung im E- Business

 

 

© FTK Dortmund |2010 | Impressum

KontaktNewsletter AbosWerben Sie im Electronic Commerce Info Net