Kategorie: Spotlight Erstellt am Mittwoch, 19. September 2001 02:00
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Spotlight | September 2001
Enterprise System Management - aus dem Web?
eBusiness beweist sich immer wieder als Pulsgeber für Innovation und Weiterentwicklung in der IT. Dabei sind allerdings Front-Ends keineswegs die einzigen Wachstumsmotoren.
So prognostiziert IDC in diesen Tagen Zuwachsraten von jährlich 12,5 Prozent für Enterprise System Management Software - rund 25 Milliarden US-Dollar soll dieser Markt im Jahr 2005 umsetzen. Und ein Hauptgrund für das Wachstum, so die Marktforscher, liege in webbasierter Software. Das anhaltende Wachstum des eBusiness, die weitverbreitete Nutzung von Web-Komponenten und der Trend hin zu webbasierten Tools sind die Faktoren, die die Umsätze im Bereich der Performance Management Software in den nächsten fünf Jahren steigern werden, erläutert Tim Grieser von IDC. ASP und andere gehostete Dienste bieten zum Beispiel webbasierte Lösungen für ganz interne Prozesse wie Backup Funktionen, Performance Management und Archivierung. Diese drei Teilbereiche stellen übrigens mit einem jeweiligen Marktanteil von 19 Prozent die bedeutendsten Teilmärkte im Enterprise System Management.
Den Trend sieht auch Forrester, die jetzt ein neues Ranking für Technologieanbieter von Enterprise Portal Servern eingeführt haben. Unter den Begriff Enterprise Portal Server fassen die Experten dabei Software, die Mitarbeitern über eine einzige, gestaltbare Schnittstelle den Zugang zu allen von ihnen benötigten Online Ressourcen ermöglicht. Es geht also auch hier um die Integration und Organisation von Applikationen und Daten. Dementsprechend zählen ASP, Integration, Contentmanagement und Enterprise Applications dabei zu den wichtigsten Themen. Für die neue Rangliste analysierten die Forscher 900 Produkt Evaluation Features. Das zeigt, wie heterogen das Feld der Lösungen und ihrer Anbieter ist. Trotz dieser starken Fragmentierung kommt Forrester zu einer ganz eindeutigen Aussage. Integration der Back-End Applikationen hat laut Studie Priorität noch vor einer effizienten Suchmaschine und guter Performance.
Theorie und Praxis eröffnen natürlich auch im eBusiness sehr unterschiedliche Perspektiven auf gleiche Sachverhalte. So muss derzeit der Baumaschinenhersteller Caterpillar feststellen, was Integration bedeutet. Das 20 Milliarden US-Dollar schwere Unternehmen macht jetzt mit einer großen c-Commerce Initiative ernst. Dabei wird die Middleware für die Prozessintegration bei den Kosten genauso ins Gewicht fallen wie die Lösungen für Supply Chain Management und B2B Anwendungen.
Einen Schluss ziehen alle Beteiligten schon jetzt aus dem Projekt, das mit Hilfe von IBM Software durchgeführt wird: Für Integration müssen flexible Lösungen her. Ob dabei das Drehen an der Schraube für Lizenzen und Produktbündelungen ausreicht, wie im Hinblick auf die Möglichkeiten von Zulieferern gefordert, ist fraglich. Auf der anderen Seite muss eine Lösung gefunden werden. Denn noch ist nicht abzusehen, wann eine Integration per Drag & Drop tatsächlich über die derzeit vieldiskutierten Webservice-Schnittstellen möglich sein wird.
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