Kategorie: Spotlight Erstellt am Mittwoch, 07. November 2001 01:00
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Spotlight | November 2001
Enterprise Profit Optimization
Im Rahmen der Besinnung auf neue Geschäftsmodelle kommt ein alter kaufmännischer Begriff wieder in Mode: der Gewinn. Enterprise Profit Optimization (EPO) lockt daher die CEOs der New Economy heute viel eher hinter dem Ofen hervor als der vormals so beliebte IPO.
Hinter Enterprise Profit Optimization verbirgt sich ganz einfach die Integration von Informationsprozessen auf Anbieter- und Nachfragerseite. Dazu zählen auf der Anbieterseite Supply Chain Management (SCM) und auf der Nachfragerseite Preisfindungs- und Ertragsoptimierung (PRO = Pricing and Revenue Optimization).
So wird unter Berücksichtigung der sich ständig verändernden Bedingungen der Supply Chain eine konsequente Integrierung von Preisfindungsmaßnahmen auf der Nachfrageseite geschaffen.
AMR Research stuft Profit Optimization als erfolgskritischen Faktor für Kosteneinsparungen im gesamten Unternehmen ein. So soll durch den Einsatz von EPO der Gewinn eines Unternehmens im Durchschnitt um 3 bis 6 Prozent gesteigert werden können.
Finanzchefs müssen heute oftmals schnelle Entscheidungen auf der Grundlage von veralteten Informationen treffen, erläutert Dave Boulanger, Research Director Enterprise Management Strategies bei AMR, die Problemstellung. Was sie wirklich brauchen sind Technologien, die aufgrund von aktuellen Daten die entscheidungsrelevanten Antworten liefern. Und gerade hier gibt es laut Boulanger noch viel zu tun: Die meisten existierenden Systeme können das bisher nicht leisten. Erst Profit Optimization erlaubt die Projektion der Auswirkungen von Maßnahmen auf den Gewinn des Unternehmens. So können die Verantwortlichen bestimmen, wo Expansionen bzw. Investitionsänderungen in Produkte, Märkte, Kanäle, Kapazitäten oder auch ein Joint Venture am sinnvollsten erscheint.
Anbieter für einzelne Komponenten sind Hersteller von Ressource Management Software, ERP Systemen sowie Profitability Optimization und Activity based Management. Die Integration kann am Beispiel einer Lösung von Manugistics folgendermaßen aussehen: Über Supply Chain Management werden die Planungen von Lagerhaltung, Produktion und Transport optimiert sowie Lieferanten und Besteller in das System integriert. Zusätzlich erlaubt die Lösung dann eine Kostenanalyse der gesamten Prozesskette. Auf der Nachfrageseite steht das Preisfindungs- und Ertragsoptimierungs-System, das aufgrund von Kundendaten Preise und Produktkonfigurationen optimiert.
In letzter Zeit häufen sich Ansätze zur Effizienz- und Effektivitätssteigerung. Dabei geht der Trend eindeutig zu einer ganzheitlichen Sicht unter Berücksichtigung des Betriebsergebnisses. Das dargestellte Beispiel zeigt allerdings wieder, dass diese ganzheitliche Sicht derzeit nur mit Lösungen aus einem Guss von einem Softwarehersteller möglich erscheint. Erst wenn Schnittstellen über den neuen Webservice Standard zwischen den unterschiedlichen Hersteller-Systemen die Kommunikation garantieren, werden solche umfassende Ansätze tatsächlich zum Durchbruch kommen.
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