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Risikominimierung durch XML-Webservices
06.02.2002 | Artikel drucken | Artikel empfehlen

XML-Webservices entwickeln sich zum neuen Hype-Thema im eCommerce. Das wundert nicht, werden sie doch allem Anschein nach die Client-Server-Architektur im Internet durch eine neue Service-Architektur ablösen.

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So gehen die Marktforscher der GartnerGroup davon aus, dass sich Webservices im Jahr 2004 als dominante Softwarearchitektur etabliert haben werden. Wichtigste Auswirkungen liegen neben Effizienz- und Effektivitätsvorteilen in der Interoperabilität, die Webservices vor allem für die Überbrückung von internen Applikationen interessant machen und Investitionsrisiken dadurch stark minimieren.

80 Prozent aller namhaften Softwarehersteller werden im Jahr 2004 in der einen oder anderen Form Webservices unterstützen, so die Prognose der Auguren von Gartner. Damit dürfte die Ablösung des Client-Server-Modells eingeleitet worden sein. Aber wo liegen - abgesehen von allgemeinen Effizienz- und Effektivitätsvorteilen - die besonderen Anwendungsgebiete und Geschäftsmodelle für XML-Webservices?

Webservices werden abgesehen von Business-Transaktionen vor allem im Unternehmen selbst ihre Wirkung entfalten können. Zu den zwei wichtigsten Anwendungsgebieten zählen auf der einen Seite Mitarbeiter-Portale (laut META Group werden bis 2004 etwa 85 Prozent der Global 2000 Unternehmen interne Mitarbeiter-Portale betreiben) und auf der anderen Seite die Integration (Webservice-Kapselung) der bereits bestehenden Datenverarbeitung, Legacy Systeme. So geht Jupiter Media Metrix davon aus, dass im Jahr 2002 bei 60 Prozent aller Entscheider, der interne Gebrauch des XML-Webservice Standards oberste Priorität besitzen wird.

Ein Grund hierfür liegt in der Interoperabilität von XML-Webservices. Unternehmen können sowohl intern als auch extern leichter miteinander kommunizieren bzw. Funktionen austauschen. Es wird dabei nicht nur die Integration externer Geschäftspartner gefördert, sondern gleichzeitig auch die Verknüpfung von Systemen innerhalb des eigenen Unternehmens. Umso bedeutender wird dieser Punkt, wenn man bedenkt, dass sich die DV-Landschaften in der Regel sehr vielfältig darstellen.

Ein weiterer Grund, der für Webservices spricht, ist das geringe Investitionsrisiko. XML-Webservices können auf Plattformen aller großen Herstellern entwickelt werden: Microsoft .Net, Sun One, IBM Webservices, Oracle 9i, HP e-speak. Da alle Webservices, die auf diesen Plattformen entwickelt werden per se interoperabel sind, ist die Plattform-Entscheidung nicht mehr erfolgskritisch. In einem Projekt lassen sich also problemlos Lösungen miteinander integrieren, die auf ganz unterschiedlichen Plattformen aufsetzen. Auch wenn sich die Verbreitung von Webservices noch am Anfang befindet, so verspricht doch die Technik enorme Vorteile.

Über Anregungen und Kritik freut sich Tobias Arndt

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