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News | April 2001
B2B-Boom im fernen Osten
Während in unseren Breiten die Bedeutung virtueller Marktplätze im Zuge der einsetzenden Konsolidierung stark diskutiert wird, geht für die Business-Portale der Asien-Pazifik-Region sprichwörtlich die Sonne auf.
So gelangen die Marktforscher von IDC in der aktuellen Studie "Asia/Pacific B2B eCommerce Forecast: Cringing Markets, Hidden Value" zu der Überzeugung, dass es sich bei dieser Region - unter Nichtberücksichtigung Japans - um den am schnellsten wachsenden Markt der Welt handelt. Bis 2005 erwartet die Research-Company eine Zunahme der direkten und indirekten Umsätze bis auf 516 Milliarden US$. Verglichen mit den 12,8 Milliarden US$ Umsatz in 2000 entspricht dieses einem Wachstum um 3.900 Prozent. Liegt der US-amerikanische Markt mit einem Wachstum von 117 Milliarden (2000) auf 1,6 Billionen (2005) in absoluten Zahlen auch nach wie vor an der Spitze, überflügelt ihn die Asien-Pazifik-Region andererseits mit einer Wachstumsrate von 109 Prozent.
Erfüllen sich die getroffenen Prognosen, so wird sich der Anteil des asiatisch-pazifischen Marktes am weltweiten B2B eCommerce-Volumen von 5 Prozent in 2000 auf immerhin 12 Prozent in 2005 erhöhen. Der US-amerikanische Anteil sinkt innerhalb des gleichen Zeitraums von 41 Prozent bis auf 36 Prozent.
Richard Jacobsen von IDC hält insbesondere die traditionellen Brick-and-Mortars für die entscheidenden Motoren dieser Entwicklung. So würden die großen Konzerne bereits heute beträchtliche Summen in die Entwicklung von B2B-Lösungen investieren und damit wesentliche Strukturänderungen in den Kernindustrien herbeiführen. Darüber hinaus hätten sie trotz der einschneidenden Veränderungen erkannt, dass sich viele Gesetzmäßigkeiten der sogenannten "Old Economy" auch auf das Online-Business übertragen lassen und nutzten die neuen Technologien insbesondere zur Kostenreduzierung im Ein- und Verkauf.