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Mit Schnäppchen richtig Kasse machen
04.06.2003 | Artikel drucken | Artikel empfehlen

Das Internet ist ein Eldorado für Feilscher und Preistreiber. Doch niemand kann die ganzen Angebote stets auf Abruf parat haben und so tatsächlich garantiert zum Tiefstpreis kaufen. Es sei denn, er bedient sich hierfür einer professionellen Hilfe. Und an Anbietern herrscht in diesem Segment wahrlich kein Mangel. Ganz im Gegenteil!

Denn Erfolgsgeschichten wie die von GuensTiger.de machen schnell die Runde und beflügeln die Phantasie anderer Marktteilnehmer. Das Unternehmen, dass sich über Werbung und Marktforschungsdaten finanziert, weist bereits seit geraumer Zeit schwarze Zahlen auf und zählt mit inzwischen mehr als 1,2 Millionen Usern (Unique Audience) zu den ganz gefragten Internetangeboten in Deutschland. Aktuelle Preisvergleiche sind dabei mittlerweile nicht mehr nur vom heimischen PC, sondern ebenso auch per WAP und SMS vom Mobiltelefon aus möglich. Ein Service, der inzwischen gut 12.000mal täglich genutzt wird.

Geht es nach den Vorstellungen der eCommerce-Suchmaschine Kelkoo wird diese Dominanz jedoch schon bald eine merkliche Eindämmung erfahren. Denn das aus einer Fusion zwischen Kelkoo und ZoomIt in seiner heutigen Form entstandene Unternehmen drängt seit Mai verstärkt mit seiner deutschen Dependance auf den Markt und will als Sammelpool für Topangebote massive Marktanteile erobern. Unabhängig in der eigenen Präsentation, sieht man seine Rolle vornehmlich als Vermittler zwischen Nutzer und Online-Shop. Gut möglich, dass das Unternehmen damit auch in die Phalanx Googles einbricht, die mit Froogle ein ganz ähnliches Projekt im letzten Entwicklungsstadium haben. Google wiederum lieferte mit seiner Toolbar vermutlich den Anstoß für das neueste Produkt eines mit 180.000 Newsletter-Abonnenten eher "kleineren" Mitbewerbers. So bietet Schnaeppchenjagd.de allen interessierten Preisjägern eine entsprechende Erweiterungsmöglichkeit für den eignen Browser an. Diese Toolbar ermöglicht dann im Browserkopf die nach Angaben des Unternehmens besonders schnelle und komfortable Recherche nach Anbietern und Bestpreisen und hebt wahlweise – wie die Google-Toolbar auch – die gesuchten Begriffe auf der entsprechenden Website auch noch farbig hervor. Selbstverständlich kann das Tool kostenlos heruntergeladen werden.

Ebenfalls kostenlos ist die Software von Preispiraten.de zu beziehen. Der Clou hierbei: Im Blickpunkt stehen zunächst nicht aktuelle Shopangebote, sondern Produkte, die über das Auktionsportal eBay bezogen werden können. Wer Zweifel hat, dass das dort angebotene und beworbene Produkt tatsächlich preisgünstig ist, kann sich über diese Lösung laut Anbieter in sekundenschnelle Vergleichsangebote entsprechender Shops anzeigen lassen. Gegenwärtig stehen hierfür die Sortimente von insgesamt 400 Shops zur Verfügung, wobei der Anbieter diese Zahl noch innerhalb der nächsten sechs Monate auf 1.000 Shops ausbauen möchte. "Mit unserem Programm wollen wir endlich für echte Markttransparenz sorgen", sagt Christoph Berndt. Denn Werbesprüche, die mit Dauertiefpreisen locken, entpuppten sich oftmals als Luftblasen. Er nennt ein Bespiel: So werde etwa in einer namhaften Kette mit dem angeblich günstigen Preis des DVD-Recorders von Sony RDR GX 7 geworben. Er kostet dort 1.299 Euro. Ein Klick bei den Preispiraten zeige jedoch: ebay bietet ihn für 1.099 Euro zzgl. 8 Euro Versand an und www.guenstige-digitalkamera.de unterschreite sogar dieses Angebot: Dort bekomme der User das Gerät für 898,99 Euro zzgl. 12 Euro Versand.

Christoph Berndt strebt laut eigener Aussage mit seiner Preisvergleichs-Software nicht an, die Marktpreise zu zerstören. Vielmehr fordert er die User auf, die Preise zu vergleichen und nicht blind der Werbung zu vertrauen. "Oft sind mittelständische Anbieter günstiger als die Kartelle", sagt er. Und dass er die Versteigerungen und Angebote von eBay dabei so sehr ins Zentrum seiner Überlegungen rückt, spricht für eine große Branchen- und Zielgruppen-Kenntnis: So ermittelte marketagent.com im Rahmen einer entsprechenden Umfrage Mitte letzten Jahres, dass sich nicht weniger als 77,8% der Internet-Nutzer von Online-Auktionen signifikante Preisvorteile (Schnäppchen-Möglichkeit) versprechen.

Frei nach dem Motto „Sparen Sie sich reich“, darf man in den kommenden Monaten also mit einer verstärkten Ansprache der Online-Schnäppchenjäger rechnen. Was Wunder, wenn auch der stationäre Handel seine stärksten Kampagnen unter Mottos wie „Geiz ist geil“ stellt.

Autor: Ralf Koyro

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