Vor zwei Jahren gab es noch häufiger Zweifel: Ist das nun Spam oder nicht? Auch Werbebotschaften erreichten so oft ihre Empfänger. Aber mittlerweile schnellt der Zeigefinger in rasanter Geschwindigkeit zum treffsicheren Klick: Löschen!
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Wenn es darum geht, wirklich informative Newsletter von unerwünschten Werbesendungen zu unterscheiden, haben die meisten eMail-Nutzer ihre Lektion anscheinend gelernt. Dieses Lob kommt von Jakob Nielsen, der in seinem Report „E-Mail Newsletter Usability, 2nd Edition“ mit Hilfe einer kleinen Gruppe von Testusern Ende vergangenen Jahres zum zweiten Mal den Folgen von Spam auf der Spur war. In seiner ersten Studie zu diesem Thema im Jahr 2002 traten noch viele Probleme auf, wenn es um die Unterscheidung von Newslettern und unerwünschten Werbesendungen ging. Seine Prognose sei dementsprechend gewesen, dass Newsletter in der Spam-Flut untergehen würden, beschreibt Nielsen den Ausgangspunkt für die Neuauflage. Das ist nicht eingetreten. Im Gegenteil, die meisten eMail-Nutzer haben sich wahrscheinlich mit Spam als einem lästigen Übel abgefunden, das man nicht wirklich loswerden kann.
Allerdings führt die neue Fähigkeit, schnell und treffsicher die Guten ins Töpfchen und die Schlechten sonst wohin zu sortieren auch zu neuen Hürden für die Sender von eMail. Denn mit ihrer Hilfe unterscheiden die eMail-Nutzer, intelligent wie sie sind, nicht nur stur nach formalen Kriterien gemäß dem Motto: „Das habe ich abonniert, ist also kein Spam und muss daher weiterbearbeitet und gelesen werden“. Vielmehr machen sie konsequenterweise auch den kleinen nächsten Schritt und bewerten, ob eine spezielle eMail nützliche Informationen bietet, die sie zurzeit benötigen. Oder nicht. Und dann, egal, ob Spam oder Abo: Löschen!
Wahrscheinlich wissen Sie selbst, dass auch mit einem gut trainierten Zeigefinger das Löschen eigentlich keine wirklich angenehme tägliche Aufgabe, sondern eher eine lästige Pflicht ist. Wenn der eco-Verband in einer aktuellen Mitteilung von einer Verdopplung des Anteils der unerwünschten Mitteilungen am deutschen Mailverkehr ausgeht – bei steigender Tendenz - dann kennen Sie dieses Phänomen nur zu gut. Und schließlich nimmt auch die Zahl der eMails zu, die der neuen Kategorie „Second Degree Spam“ zuzuordnen sind. Eine Untersuchung von NCorp kam Ende 2003 zu dem Ergebnis, dass 51,8 Prozent aller Opt-in Marketing eMails von den Empfängern als irrelevant und unangemessen bewertet wurden – eben „Spam zweiten Grades“.
Vor diesem Hintergrund liegt die Vermutung nah, dass es Ihnen genauso geht, wie den Testusern im Rahmen der Nielsen-Studie: Sie werden sehr ungeduldig und tolerieren es nicht, wenn man Ihre Zeit verschwendet. Und vielleicht gehen Sie dann auch den kürzesten Weg und überlassen demnächst dem Spamfilter die Arbeit, anstatt den betreffenden Newsletter abzubestellen. Für Versender kann das ins Auge gehen, betont Martin Aschoff von Agnitas: „Unsere Analysen haben ergeben, dass selbst bei renommierten Newsletter-Anbietern ein signifikanter Anteil der versendeten eMails bei den Empfängern fehlerhaft dargestellt, in Spam-Ordner einsortiert oder gar nicht zugestellt wird. Die Quote der nicht ordnungsgemäß zugestellten eMails beträgt im Regelfall zehn bis 20 Prozent, in Einzelfällen sogar bis zu 30 Prozent.“ Und wenn zu viele Empfänger eine eMail als Spam kennzeichnen, dann liefern manche Services wie Yahoo oder Hotmail diese Newsletter überhaupt nicht mehr aus, mahnt auch Jakob Nielsen.
Es hilft also nichts: Auch beim eMail-Marketing kommt es nicht darauf an, möglichst viele Adressen zu kaufen, sondern die richtigen Empfänger mit den richtigen Botschaften zu erreichen. Und wie man das handwerklich sauber und erfolgversprechend macht, kann man lernen. Zum Beispiel in unserem aktuellen Online-Workshop „eMail.Marketing – Kundenbeziehungen gewinnbringend pflegen“, den wir gemeinsam mit dem Experten Dr. Thorsten Schwarz vom 19. April bis zum 14. Mai anbieten. Sichern Sie sich jetzt Ihren Platz mit Frühbucherrabatt unter http://workshops.ecin.info/emailmarketing