Electronic Commerce Info Net - ECIN - bietet aktuelles Know-how für das E-Business und Expertise für den elektronischen Geschäftsverkehr: Shopsysteme, Marketing, Marktbarometer, Zahlungssysteme, Steuern&EC, Recht, EDI&EC und mehr. Kompetent und kostenlos.
ECIN - Electronic Commerce Info NetAktuellKnow-HowSolutions: Quickfinder eBusinessCommunityWorkshops
Erweiterte Suche
KontaktNewsletter AbosWerben Sie im Electronic Commerce Info Net

ECIN RSS Feed
ECIN Newsletter Abos

Newsletter

Abo ändern | löschen


 

ECIN Home | Know-how | Payment

Diesen Beitrag stellt zur Verfügung
Deutsche Bank Research

ePayments: zeitgemäße Ergänzung traditioneller Zahlungssysteme
17.06.2004 | Artikel drucken | Artikel empfehlen

Wer nicht auschließlich kostenlose Produkte im Internet anbietet, sondern auch etwas verkaufen will, muss die Abwicklung der Zahlungsprozesse sicherstellen. Und nicht ohne Grund sind Käufer ebenso wie Verkäufer besonders sensibel, wenn es ans Bezahlen geht. Mittlerweile gibt es eine Reihe von Alternativen, unter denen eine sorgfältige Wahl getroffen werden muss.

Anzeige
 
1 ePayments: zeitgemäße Ergänzung traditioneller Zahlungssysteme
2 Beispiele existierender Systeme: Das Handy ersetzt die Geldbörse
3 Chancen für elektronische Bezahlverfahren

In der Phase des Internet-Hypes prognostizierten führende private Forschungsinstitute bis 2005 jährlich mehr als eine Verdopplung des eBusiness-Umsatzes. Doch diese exorbitanten Erwartungen wurden enttäuscht, das Volumen entwickelte sich deutlich gemäßigter. Eine Ursache liegt darin, dass die Pioniere des eBusiness die Schwierigkeiten eher bei der Produktpalette, dem Marketing und der Logistik sahen. Dabei unterschätzten sie zunächst die Herausforderungen des nachgelagerten Bezahlvorgangs. Demgemäß dominieren heute auch die im Offline-Geschäft üblichen Bezahlverfahren (Kreditkarte, Debitkarte, Lastschrift, Nachnahme, Rechnung, Vorauskasse) die rd. 35 Mio. Online-Käufe in Europa. Gleichwohl bleibt unbestritten, dass die traditionellen Geschäftsmodelle immer deutlicher an ihre Grenzen stoßen. Für den grenzüberschreitenden Handel mittels elektronischer Medien ist essenziell, dass sich sehr bald sichere, anwenderfreundliche und preisgünstige innovative Bezahllösungen etablieren. Zum einen können sich diese online-tauglichen Systeme aus heute bereits im Offline-Geschäft verfügbaren Lösungen entwickeln. Zum anderen entstehen sie aus speziell auf die eBusiness-Anforderungen zugeschnittenen Innovationen.

Zum Einstieg fokussieren wir auf allgemeine Charakteristika der Bezahlverfahren und diskutieren diese exemplarisch anhand derzeit existierender Systeme. Danach geht es um die Anforderungen, die involvierte Parteien an die Bezahlsysteme stellen. Aus der Gegenüberstellung von System-Charakteristika und -Anforderungen leiten wir die Chancen für elektronische Bezahlverfahren ab.

Symbiose im Online-Handel herausgebildet
Die Akzeptanz elektronischer Zahlungssysteme steigt insbesondere mit dem Vertrieb rein digitalisierter Inhalte. Doch kostenpflichtige Angebote im Mobilfunk oder Internet werden von den Nutzern allein dann akzeptiert, wenn sie einen echten Mehrwert bieten. Laut Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) sind 51% der Internet-Nutzer grundsätzlich bereit, für Inhalte zu zahlen. Zahlungsbereitschaft besteht speziell bei Datenbanken und Multimedia-Angeboten für Erwachsene. Vor allem der Mobilfunk, der 2005 weltweit auf einen Umsatz von EUR 11 Mrd. kommen dürfte, eröffnet mit den schnellen Übertragungstechnologien UMTS und WLAN ein wichtiges Geschäftsfeld. Bereits 2001 gaben die Europäer für mobile Inhalte, wie Klingeltöne oder Logos, rd. EUR 600 Mio. und für Internet-Inhalte EUR 250 Mio. aus. Die Umsätze mit bezahltem Content werden deutlich steigen - z.B. dürften sie sich in Deutschland zwischen 2002 und 2005 verzehnfachen.
Besonders Kleinstbeträge (Micro-Payments) unter EUR 10, die für multimediale Inhalte veranschlagt werden, sind derzeit zwar per Micro-Payment-System, nicht aber per Kreditkarte kostendeckend abzuwickeln. Angesichts der zu zahlenden Provisionen und Rückbuchungsgebühren berechnet die Stiftung Warentest für Deutschland, dass die Abrechnung per Kreditkarte erst ab Beträgen von EUR 1,50 aufwärts profitabel ist. So zahlen Kunden des Online-Archives der Frankfurter Allgemeinen Zeitung per elektronisches Abrechnungssystem pro Artikel EUR 1,50, während per Kreditkarte ein Mindestumsatz von EUR 4 vorgesehen ist. Die Betreiber innovativer elektronischer Zahlungssysteme haben großes Interesse an der Kooperation mit renommierten Inhalte-Anbietern. Sie hoffen, ihre Reputation zu verbessern und so neue Kunden zu gewinnen.

Zahlungssysteme benötigen starken Start
Verkäufer zögern bei der Investition in die Infrastruktur eines elektronischen Zahlungssystems, das bislang nur wenige Kunden interessiert. Gleichzeitig entscheiden sich lediglich wenige Käufer für ein System, das nur vereinzelt von Händlern eingesetzt wird. Dieses gilt sogar für Käufer, die sich gegenüber neuen Technologien üblicherweise besonders aufgeschlossen zeigen. Etablierte Zahlungssysteme - Kredit- und Debitkarten mehr als Rechnung und Nachnahme - verfügen im Vergleich zu innovativen elektronischen Zahlungssystemen über den Vorteil des Netzwerkgutes, welches von umfassender Akzeptanz lebt. Die Attraktivität des Systems steigt überproportional mit der Zahl der Anwender. Allein ein Angebot, das nachhaltig die kritische Masse überspringt, um kurzfristig schnell wachsen zu können, hat langfristig eine Chance, sich im Markt festzusetzen. Einen Weg bieten die beiden über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg gespannten Plattformen Mobile Electronic Transactions (MeT) oder E-Commerce Expert Group (ECOMEG). Entscheidend ist dabei, dass Telekommunikationsunternehmen und Inhalte-Anbieter, aber insbesondere etablierte Banken mitarbeiten. Denn Finanzinstitute stehen für Nachhaltigkeit und verfügen daher bei den Kunden über einen Vertrauensvorsprung, der den Start eines Systems erleichtert.

Kernkriterien bevorzugter Zahlungsmethoden

Anforderungsspektrum: Quadratur des Kreises
Um ein Zahlungssystem zu etablieren, muss die Technologie bei Zugriffsbedingungen und Sicherheit Lösungen bieten, die alle Anbieter und Nachfrager akzeptieren. Dabei können die Ansprüche an das System stark voneinander abweichen - sie können sich sogar widersprechen.

So hat der Verbraucher z.B. ein Interesse, Transaktionen stornieren zu können. Allerdings wollen Finanzinstitute und Händler angesichts hoher Rückbuchungskosten oder eventueller Totalausfälle der Forderungen dieses möglichst ausschließen.

Überdies sind Händler immer an Kundenprofilen interessiert. Nur so ist es möglich, Marketing zielgenau zu adressieren. Trotz Sicherheitsmechanismen sind besonders deutsche Kunden bei der Herausgabe personenbezogenen Daten im Internet sehr zurückhaltend. Lediglich jeder vierte Konsument ist bereit, vertrauliche Daten preiszugeben. Drei von fünf, die bislang nie elektronisch einkauften, begründen dieses mit ihrer empfundenen Furcht vor Datenmissbrauch im anonymen Internet.

Als offenes System ist das Internet besonders bei sensiblen Daten gefordert. Die Sicherheit stellt für elektronische Zahlungssysteme ein zentrales Kriterium dar. Im Vordergrund stehen Fragen bezüglich Autorisierung, Authentifizierung, Vertraulichkeit, Integrität und Datenkorruption. Unberechtigte Eingriffe Dritter, Missbrauch und Manipulation müssen ausgeschlossen sein. Die Konsistenz hinsichtlich Höhe, Ausführungszeitpunkt und Transaktionszweck ist zu gewährleisten, damit Zahlungen unbestreitbar werden.

Anforderungen an ePayment-Systeme

Empfundene Sicherheit - das A und O!

Die (empfundene) Sicherheit, die sich u.a. aus dem technischen Sicherheitsniveau in Verbindung mit dem Marketing ableitet, spielt eine große Rolle. Ein hohes Maß an technischer Sicherheit resultiert, wenn das System auf Fragen nach Autorisierung, Authentifizierung, Vertraulichkeit, Integrität, vorgesehene Reaktion beim Diebstahl von Werteinheiten und dem Verfahren bei fehlerhafter Transaktion akzeptable Antworten bietet. Dabei bedeutet Autorisierung, dass tatsächlich allein legitimierte Anwender das System nutzen. Im Zusammenhang damit steht die Authentifizierung. Hier wird sichergestellt, dass die Transaktionspartner tatsächlich diejenigen sind, für die sie sich ausgeben. Das Kriterium der Vertraulichkeit ist dann erfüllt, wenn das System lediglich beteiligte Parteien in die Transaktion einblicken lässt. Damit verwandt ist die Integrität. Hier geht es darum, dass die übertragene Information nicht unrechtmäßig manipuliert werden kann. Darüber hinaus ist festzulegen, wie bei einem angezeigten Diebstahl des Trägermediums (z.B. des Laptops) mit gespeicherten Werteinheiten verfahren wird. Weiterhin müssen elektronische Zahlungssysteme auf die Möglichkeit unbeabsichtigter Datenkorruption vorbereitet sein. Es ist sicherzustellen, dass im Falle eines technischen Defektes die Transaktion auf keiner Seite abgewickelt wird (Totalität). Der Kunde braucht Gewissheit, dass die veranlasste Zahlung den adressierten Empfänger erreicht und nur eine erfolgreiche Transaktion sein Konto belastet.

Nutzerfreundliche Zugriffsbedingungen öffnen Türen
Neben der Sicherheit entscheiden natürlich auch die Zugriffsbedingungen über die Akzeptanz. Wesentlich sind hierbei die Bequemlichkeit und einfache Nutzung. Die Notwendigkeit spezieller Systemvoraussetzungen bei Hard- bzw. Software, umständliche Registrierungsprozesse oder eine stark gewöhnungsbedürftige Menüführung verhindern, dass Verfahren akzeptiert werden. Spezielle Systemvoraussetzungen sind allein deshalb ein K.o.-Kriterium, da etliche Online-Käufe vom Bürorechner aus getätigt werden, bei dem der Nutzer nur beschränkt über Administrationsrechte verfügt. Weiterhin geht Bequemlichkeit mit der Übertragungsgeschwindigkeit und der Abwicklung einher. Die Aussicht auf langsame, instabile Verbindungen blockiert die Akzeptanz. Letztlich fordert Bequemlichkeit auch, dass ein System in technischer, ökonomischer und geografischer Hinsicht flexibel ist. Aussichtsreich sind Lösungen, die sowohl online als auch offline Geschäfte abwickeln und darüber hinaus die Nutzung via unterschiedliche Medien ermöglichen (Portabilität).

Belastungszeitpunkt bei Zahlungsmitteln

Artikel drucken | Artikel empfehlen

Inhalt:
ECIN Solutions Teil 1 ePayments: zeitgemäße Ergänzung traditioneller Zahlungssysteme
Beispiele existierender Systeme: Das Handy ersetzt die Geldbörse Teil 2 Beispiele existierender Systeme: Das Handy ersetzt die Geldbörse
Chancen für elektronische Bezahlverfahren Teil 3 Chancen für elektronische Bezahlverfahren


 

 

ECIN Shop: Workshops, Reports und mehr

ECIN Reports Reports Alle ... leer

Shoplösungen im Vergleich
57 Lösungen, 415 Seiten Pdf, Preis: 99,- € zzgl. MwSt. mehr ...

Katalog-Management-Systeme
27 Lösungen, 250 Seiten Pdf,  Neuer Preis: 49,- € zzgl. MwSt. mehr ...

News

Globale Shopping-Gewohnheiten Globale Shopping-Gewohnheiten

Langsam aber beständig: Erholung am IT-Markt Langsam aber beständig: Erholung am IT-Markt

Triebfedern mobiler Werbung Triebfedern mobiler Werbung

Wohin, woher: RFID-Chips als Verkaufsschlager Wohin, woher: RFID-Chips als Verkaufsschlager

ECIN eBusiness Blog

Artikel lesen Vergessene Technologie: RFID heute

Artikel lesen Gesichtskontrolle: Facebook Places

Know-how

Mit Mobile Tagging zum Erfolg Mit Mobile Tagging zum Erfolg

Zur perfekten Kundenbeziehung Zur perfekten Kundenbeziehung

Dienstleistungen zum Thema "ePayments: zeitgemäße Ergänzung traditioneller Zahlungssysteme" finden Sie in den Kategorien:
ECIN SolutionsPayment
ECIN SolutionsDigitale Zahlungssysteme
ECIN SolutionsKonventionelle Zahlungssysteme

Bitte beachten Sie den Eintrag unseres Premium-Partners

ECIN SolutionsWire Card AG

Relevante Bücher finden Sie im ECIN Bücherbord unter Payment.

Unser Buchtipp zum Thema "ePayments: zeitgemäße Ergänzung traditioneller Zahlungssysteme":

E-Payment und E-Billing


Marius Dannenberg, Anja Ulrich
E-Payment und E-Billing
Bestellen: bei Amazon

 

 

© FTK Dortmund |2010 | Impressum

KontaktNewsletter AbosWerben Sie im Electronic Commerce Info Net