Geld her: Professionelle Inhalte bevorzugt

08.01.2010 – Eines der am kontroversesten diskutierten Themen der nahen Zukunft wird Paid Content sein. Was lässt sich denn nun zu Geld machen – und wie?

Eines der am kontroversesten diskutierten Themen der nahen Zukunft wird Paid Content sein. Was lässt sich denn nun zu Geld machen – und wie?

Antworten auf diese Frage suchte man bei in Form einer Studie. Zunächst einmal, so die Autoren, seien Anwender generell nur bereit für Inhalte zu zahlen die neu, individuell relevant und einigermaßen selten beziehungsweise schlecht kopierbar sind. Das heißt vor allem, dass Dinge wie Kochrezept-Blogs von völlig unbekannten Autoren niemanden hinter dem Ofen hervorzulocken vermögen. Professionell recherchierte, topaktuelle Neuigkeiten aus der Welt der Promis oder der Wissenschaft hingegen, die von bekannten Autoren bereit gestellt werden, locken schnell den ein oder anderen Euro aus der Tasche. Wichtiger jedoch, so die Experten weiter, sei die Unterscheidung in Medien-Kategorien: In einer Umfrage ergab sich, dass 57 Prozent der Nutzer für Musik und Filme im Netz zu zahlen bereit sind. Spiele brachten es auf 51 Prozent, professionelle Videobeiträge (außer Filme) kamen auf 50 Prozent und 49 Prozent würden für Inhalte, die sonst nur in Fachmagazinen vorkommen, Luft in das Portemonnaie lassen.

Hier zeichnet sich ein Trend schon sichtlich ab: Für den sogenannten User Generated Content besteht extrem wenig Zahlungsbereitschaft, während Beiträge von Profi-Journalisten oder Filmemachern schon jetzt viele in den Geldbeutel greifen lassen. Einer der wichtigsten Gründe dafür, so trivial er auch klingen mag, ist die Gewöhnung. Für Musik und Filme, Zeitschriften und Dienstleistungen musste man schon immer Geld aufbringen, während es das Rezept für den Nudelauflauf von der Nachbarin zumeist umsonst gab.

Nielsen beschäftigte sich auch mit der Frage, in welcher Form Paid Content bezahlt werden soll: Manch einer ist bereit, beispielsweise für die Anmeldung auf einem hochspezialisierten Dienstleistungsportal eine Gebühr zu zahlen. Dem entgegen steht die Feststellung, dass 40 Prozent der Nordamerikaner und 39 Prozent der Europäer bereit wären, mehr Werbeinblendungen auf ihrer Lieblingswebseite zu akzeptieren. Die Zukunft des Paid Content sehen die Analysten deshalb eher in Gebührenmodellen, ähnlich wie sie Telekommunikationsanbieter anbieten.

 


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