Medienchaos im Wohnzimmer

20.01.2010 – Seit Jahren befindet sich die Verschmelzung von klassischem Fernsehen und Web-Inhalten in einem zähen Prozess. Sowohl bei den Endgeräten, als auch den Anbietern der Inhalte tut sich etwas.

Seit Jahren befindet sich die Verschmelzung von klassischem Fernsehen und Web-Inhalten in einem zähen Prozess. Sowohl bei den Endgeräten, als auch den Anbietern der Inhalte tut sich etwas.

Internetfähige Geräte werden nach und nach beliebter und sind dabei, die digitale Unterhaltungsindustrie zu verändern, das berichtet im Rahmen der Veröffentlichung einer Untersuchung zum Thema. Angebote von Amazon, Blockbuster oder der Apple-Plattform iTunes werden zunehmend interessant als Alternative zum herkömmlichen Fernsehen, da sie oft schon gleiche Inhalte als Streams oder Downloads anbieten. Auf verschiedenen Webseiten können sich Anwender bereits abendfüllende Unterhaltung ansehen. Internetfähige Unterhaltungselektronik ist zur Nutzung dieser Dienstleistungen unerlässlich und so verbreitet die entsprechende Technologie sich immer schneller. Ob Fernseher selbst, Blue-Ray-Player oder Digitalempfänger – die Anzahl der verschiedenste Geräte, die den Käufer ins Netz bringen wollen wächst rasant.

In den kommenden drei Jahren soll sich die Zahl verkaufter Geräte, mit denen Internetinhalte genossen werden können sage und schreibe versiebenfachen. Besonders spannend dabei wird wohl die Entwicklung der Werbung werden, haben doch Web-Kampagnen bislang einen deutlich anderen Charakter als die klassischen Werbespots. In 2013 sollen laut den Schätzungen von In-Stat zufolge bereits über eine halbe Milliarde Stück der onlinefähigen Endgeräte unter das Volk gebracht sein. Die meisten davon würden allerdings in den entwickelten Staaten verkauft werden, so Norm Bogen von In-Stat. Die Untersuchungen hätten gezeigt, dass in fünf Jahren fast jeder Haushalt mit einem breitbandigen Internetanschluss mindestens eines der webfähigen Medienabspielgeräte besitzen wird. Bis ein einigermaßen einheitlicher Standard gefunden ist, dürfte es allerdings noch weitaus länger dauern; kein Wunder also, dass so viele Hersteller, die ihren Teil des Kuchens abkriegen wollen, mit eigenen Lösungen zur Kopplung von Fernsehen und Internet auf den Markt drängen.

 


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