Internet kein Jugendtreff

29.01.2010 – Das Klischee des jungen Web-Nutzers ist schon seit einiger Zeit tot. Durch nahezu alle Altersklassen ist das Internet als Arbeitsunterstützung und Freizeitaktivität akzeptiert.

Das Klischee des jungen Web-Nutzers ist schon seit einiger Zeit tot. Durch nahezu alle Altersklassen ist das Internet als Arbeitsunterstützung und Freizeitaktivität akzeptiert.

Ohnehin sind für Marketer diejenigen, die das meiste Geld verdienen, am interessantesten. Und die höchsten Einkommen in den Industrienationen erzielen naturgemäß die Berufstätigen zwischen 40 und 60. Diese Anwender, die auch „Baby Boomers“ genannt werden, weil sie die in der Zeit extremer Geburtenraten nach dem Zweiten Weltkrieg geboren wurden, intensivieren ständig ihre Nutzung des World Wide Webs. Wie eine Studie von CPH Research im Auftrag der Werbeagentur zeigt, haben sie im Jahr 2009 satte 62 Prozent mehr Zeit im Netz verbracht als noch 2008; der Konsum anderer Medien und Werbeträger blieb dagegen konstant mit leicht negativen Tendenzen.

Dabei, so die Autoren der Studie, sei Zeit, die bislang mit herkömmlichen Medien verbracht wurde, teilweise durch Aktivitäten in sozialen Netzwerken und Web 2.0-Anwendungen ersetzt worden. 78 Prozent sagten in einer Umfrage, dass das Internet und diverse Applikationen mittlerweile eine wichtige Rolle in ihrem Leben spielten. 73 Prozent gaben an, dass sie Gleichgesinnten online und offline gelegentlich Tipps im Umgang mit dem Web gegeben hätten. Die deutlich steigenden Nutzungszeiten der mittleren Altersklasse seien eine Bestätigung für die Werbebranche, dass es richtig sei diese Zielgruppe verstärkt auch im Netz zu adressieren. Da heutzutage prinzipiell alle demografischen Gruppen im Netz vertreten seien, sollten Werbetreibende den Online-Sektor als zentralen Bestandteil ihrer Marketing-Kampagnen verstehen, findet Lori Bitter von Continuum Crew. Die Alterung der Gesellschaft forme global neue Marketing-Trends, denn niemand spiegele besser den Zeitgeist wider als die „Baby Boomers“. Viele Werbetreibende versäumten es indes ihre Botschaften konkret auf diese Klientel auszurichten, monierte Bitter.

 


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