B2B wächst und wächst

11.01.2001 – Für den B2B-Sektor sind die Aussichten für die kommenden Jahre weiterhin glänzend. Bis 2004 sollen die Umsätze auf 5,2 Billionen US$ anwachsen.

Für den B2B-Sektor sind die Aussichten für die kommenden Jahre weiterhin glänzend. Bis 2004 sollen die Umsätze auf 5,2 Billionen US$ anwachsen.

Dies geht zumindest aus einer aktuellen Studie der hervor. Auch für das vergangene Jahr lassen sich die B2B-Umsätze sehen. Insgesamt wurden für 3,3 Billionen US$ Waren und Dienstleistungen verkauft, größtenteils über herkömmliche EDI-Netzwerke. Der virtuelle B2B-Handel wird nach Ansicht von Giga nicht nur in seinem Volumen wachsen, sondern zunehmend auch einen bedeutenden Anteil am gesamten Geschäftsprozess zwischen Unternehmen haben. Die Auguren rechnen damit, dass 2004 rund 38 Prozent des B2B-Handels über elektronische Absatzkanäle abgewickelt werden.

Dabei kristallisieren sich je nach Kunde oder Lieferant sehr unterschiedliche Absatzkanäle heraus, auf die ein einzelnes Unternehmen zurückgreifen kann. Der Handel wird sowohl über Internet-Plattformen, herkömmliche Datenaustauschnetze (EDI), elektronische Handelsnetzwerke (ETN), Extranets, private Handelsplätze als auch durch Verlinkungen zwischen Unternehmen abgewickelt. Mit der Vielfalt der Absatzkanäle steigen gleichzeitig auch die Anforderungen an die Systeme. Insbesondere Faktoren wie Sicherheit, Zuverlässigkeit, Benutzerfreundlichkeit und Kosten werden stärker an Bedeutung gewinnen. So wird es den Unternehmen zunehmend leichter fallen, je nach Situation und Kunde auf verschiedene elektronische Absatzkanäle zurückzugreifen, zumal sich die Trennung zwischen dem herkömmlichen EDI und dem Internet immer mehr aufhebt.

Die größere Wahlmöglichkeit macht aber zugleich auch ein verbessertes Absatzmanagement notwendig, um die optimale Lösung zu finden. So wird beispielsweise ein Unternehmen seine Geschäftsprozesse mit einem sehr wichtigen Handelspartner über einen stark gesicherten und verläßlichen, jedoch teuren Kanal wie dem elektronischen Handelsnetzwerk abwickeln wollen. Kleinkunden oder Lieferanten hingegen könnten über kostengünstigere Absatzkanäle wie öffentliche Online-Marktplätze bedient werden bzw. handeln.

Je mehr Handelsbeziehungen ein Unternehmen hat, desto wichtiger werde nach Meinung von Ken Vollmer, Direktor von Giga, eine Multichannelstrategie für den B2B-E-Commerce: „Die Art der Produkte und die aktuellen Absätze werden den Absatzkanal bestimmen, der benötigt wird.“ Im Ergebnis werden, so Vollmer, nur die Unternehmen erfolgreich sein, die nicht nur über verschiedene elektronische Handelsmöglichkeiten verfügen, sondern diese auch sinnvoll managen können.

 


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