12.01.2001 – Während dem Internet grundsätzlich das Potential zugesprochen wird, das europäische Gesundheitssystem zu reformieren, scheitern die meisten praktischen Online-Vorstöße dieser Branche bislang eher kläglich. Ein Umdenken erscheint dringend angeraten.
Während dem Internet grundsätzlich das Potential zugesprochen wird, das europäische Gesundheitssystem zu reformieren, scheitern die meisten praktischen Online-Vorstöße dieser Branche bislang eher kläglich. Ein Umdenken erscheint dringend angeraten.
Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung der (BCG). Demnach versuchen viele der bestehenden Gesundheits-Angebote mit klassischen E-Commerce Business-Modellen im Markt Fuß zu fassen. Diese Strategie ist laut BCG zum Scheitern verurteilt, da sich die Bedürfnisse der Patienten und Ärzte von denen der typischen Online-Nutzer stark unterscheiden.
Die Untersuchung fand heraus, dass die europäischen Konsumenten nicht regelmäßig im Web nach Informationen rund um das Thema Gesundheit auf die Suche gehen, sondern nur ganz spezifische Antworten auf den jeweiligen Einzelfall suchen: 78 Prozent der befragten Internet-Nutzer gaben an, dass sie diese Informationen suchen würden und gegebenenfalls auch dafür Gebühren zahlen.
Websites, die sich an Ärzte wenden, sollten vor allem auf eine einfache Nutzbarkeit des Angebots achten. Denn während diese Zielgruppe ein großes Interesse an Gesundheitsangeboten im Netz bekundet, schreckt sie der Aufwand für das Erlernen des Umgangs mit dem neuen Medium noch ab. Medizinische Geräte und Zubehör würden die Mediziner in Netz kaufen, wenn die Einsparungen über 10 Prozent lägen.
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