Niedersachsen gründet JVA-Online-Shop

29.01.2001 – Die Zeiten, in denen Strafgefangene sich tütenklebend über den Tag brachten, sind seit langem passé. Heute werden von den Gefangenen vielfältigste Produkte hergestellt und dutzende unterschiedlicher Dienstleistungen erbracht. Und seit neuestem kann man diese über einen eigenen JVA-Online-Shop erwerben.

Die Zeiten, in denen Strafgefangene sich tütenklebend über den Tag brachten, sind seit langem passé. Heute werden von den Gefangenen vielfältigste Produkte hergestellt und dutzende unterschiedlicher Dienstleistungen erbracht. Und seit neuestem kann man diese über einen eigenen JVA-Online-Shop erwerben.

So eröffnet Niedersachsens Justizminister Christian Pfeiffer nach Angaben des Online-Dienstes Heise heute den bundesweit ersten .

Die Angebotspalette ist vielfältig und reicht von Holzspielzeug und Freizeitartikel wie einem Gartengrill aus Edelstahl bis hin zu Textilien oder der eigenen Buchbinderei. Auch die Vermittlung von speziellen Dienstleistungen kann über die Website angefragt und vermittelt werden. Alle Produkte genügen nach Angaben des Ministeriums höchsten Qualitätsansprüchen und tragen das CE-Gütesiegel.

Der JVA-Shop soll dazu beitragen, der Öffentlichkeit die Bedeutung der Arbeit von Gefangenen transparenter zu machen und den Produktverkauf zu fördern, da Gefangenenarbeit heute noch immer ein erhebliches Zuschussgeschäft darstellt. Für eine erfolgreiche Resozialisierung erscheint dieses Instrument indes unverzichtbar.

In den niedersächsischen JVAs sitzen derzeit etwa 6.500 Strafgefangene ein. Von ihrem Arbeitsentgeld, dass sich nach Angaben Heises auf mittlerweile 25 D-Mark pro Tag beläuft, erhalten die "Knackies" 3/7 als Hausgeld für die persönliche Verwendung. Die übrigen 4/7 werden als Überbrückungsgeld für die Phase nach der Entlassung zurückgelegt.

 



 

Dieser Artikel erschien am und wurde am aktualisiert.
Nach oben scrollen