09.01.2008 – Zeit für Jahresrückblicke auch im Bereich der Internet-Schädlinge: Für 2007 führen Trojaner die Liste der Schadsoftware an. Doch die Deutschen zeigen sich sicherheitsbewusst.
Zeit für Jahresrückblicke auch im Bereich der Internet-Schädlinge: Für 2007 führen Trojaner die Liste der Schadsoftware an. Doch die Deutschen zeigen sich sicherheitsbewusst.
Trojaner verursachten in 2007 knapp 26 Prozent aller bekannten Infizierungen weltweit, und mehr als 77 Prozent aller weltweit neu programmierten Schadprogramme gehören zu dieser Gattung. Zu diesem Ergebnis kommt die in ihrem Sicherheits-Jahresrückblick durch eine Auswertung der Zahlen ihrer kostenlosen Online-Scanner. Im Vergleich zum Vorjahr gab es damit einen drastischen Anstieg dieser Schädlinge. 2006 waren Trojaner mit knapp 50 Prozent aller entdeckten Schädlinge zwar auch schon absolute Spitze, bauten diesen Vorsprung jedoch in 2007 extrem aus.
Neben den Trojanern wurden im vergangenen Jahr Adware-Programme besonders oft verbreitet. Während jedoch die Zahl der Infizierungen mit etwas mehr als 25 Prozent knapp hinter der der Trojaner liegt, waren lediglich elf Prozent aller neu erschienenen Schädlinge Adware-Muster. Im Gegensatz zu der stetig ansteigenden Anzahl von Trojanern und Adware, verzeichnete die Kategorie der Würmer einen großen Rückgang im Jahr 2007. Während 2006 noch 23 Prozent aller neuen Exemplare, die in Umlauf gebracht wurden, Würmer waren, ging die Zahl in den vergangenen zwölf Monaten auf neun Prozent zurück. Die Dominanz von Trojanischen Pferden sei damit zu erklären, dass sie von Malware-Programmierern für verschiedene kriminelle Aktivitäten eingesetzt werden können, so das Unternehmen. Dabei gehe es fast ausschließlich um finanzielle Profite. Trojaner seien die idealen Werkzeuge für den Datenmissbrauch im Internet.
Was die geographische Malware-Verteilung angeht, lag Frankreich mit 39 Prozent Ende des Jahres 2007 auf Platz eins der Länder mit den meisten infizierten Computern. Das Erschreckende: dabei handelt es sich um Infizierungen von geschützten Computern. Auf ungeschützten Rechnern wurde bei den Franzosen mindestens ein Schädling auf 56% aller Rechner gefunden. Spanien und die USA folgten auf den Plätzen zwei und drei. Deutschland, mit 25 Prozent geschützten und 31 Prozent ungeschützten PCs, kam auf einen erfreulichen neunten Platz.
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