14.01.2009 – Immer mehr deutsche Haushalte verfügen über einen Online-Zugang. Ein bedeutender Nutzungsfaktor ist neben Alter, Geschlecht und Wohnort dabei auch der Bildungsstand.
Immer mehr deutsche Haushalte verfügen über einen Online-Zugang. Ein bedeutender Nutzungsfaktor ist neben Alter, Geschlecht und Wohnort dabei auch der Bildungsstand.
Wie eine Studie der belegt, griffen zwei Drittel aller deutschen Erwachsenen im vierten Quartal 2008 – beruflich oder privat auf das Internet zu. Damit setzte sich der Positivtrend bei der Internet-Nutzung weiter fort; im selben Zeitraum des Vorjahres waren die Zugriffszahlen um drei Prozentpunkte geringer. Im Westen Deutschlands liegt die Nutzungsrate mit 67 Prozent dabei noch etwas höher als im Osten der Republik mit 61 Prozent; wobei die neuen Bundesländer deutlich aufholten. Auch die geschlechtsspezifischen Unterschiede beginnen sich zu nivellieren. Zwar nutzen Männer mit 73 Prozent das Netz im Allgemeinen noch wesentlich stärker als Frauen mit 58 Prozent. Der Anteil der weiblichen User wächst jedoch im Vergleich deutlich an.
Die meistgenutzte Aktivität im Netz stellten Preisvergleiche dar: Drei von vier Nutzern nahmen entsprechende Online-Services in Anspruch. Käufe von Produkten und Dienstleistungen über das Internet mit 63 Prozent, sowie Online-Banking mit 51 Prozent wurden ebenfalls von der Mehrheit der deutschen User betrieben. Weiterhin erfreuten sich der Abruf von Politiknachrichten mit 41 Prozent, sowie von Wirtschafts- und Börsennachrichten mit 37 Prozent Nutzungsanteil großer Beliebtheit. 36 Prozent informierten sich zudem online über Versicherungen. Die durchschnittliche Nutzungsdauer lag bei knapp der Hälfte aller User zwischen drei und zehn Stunden pro Woche; 29 Prozent nutzten das Netz wöchentlich nur bis zu zwei Stunden. Der Anteil der intensiven Nutzer, die mehr als zehn Stunden in der Woche im Netz zubringen, stieg um vier Prozentpunkte auf 25 Prozent an.
Das Alter spielt bei der Online-Affinität offenbar nach wie vor eine wichtige Rolle: Während das Web für alle Altersgruppen bis 39 Jahre bei Nutzungsraten jenseits der 90 Prozent bereits um Alltagsmedium geworden ist, nimmt der Nutzungsanteil darüber mit steigendem Alter ab. Zwar gingen Erwachsene bis 49 Jahre mit 82 Prozent, Personen zwischen 50 und 59 Jahren mit 70 Prozent relativ häufig online. Die über 60jährigen jedoch liegen trotz stetigem Anstieg mit einem Nutzeranteil von 29 Prozent weit unter Durchschnitt. Auch in Bezug auf das Bildungsniveau der User zeigen sich deutliche Unterschiede: So nutzten 91 Prozent aller Deutschen mit Hochschulreife das Internet, bei Personen mit Mittlerer Reife waren es 78 Prozent. Dagegen nutzten nur knapp die Hälfte aller Deutschen mit Hauptschulabschluss und Lehre das Netz, von den Hauptschulabsolventen ohne Berufsausbildung gingen gar nur 29 Prozent online.
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