19.01.2009 – Wer hat in welchem Medium 2008 die größten Werbeausgaben getätigt? Aufsteiger und Absteiger der Werbebranche wurden im Rückblick betrachtet.
Wer hat in welchem Medium 2008 die größten Werbeausgaben getätigt? Aufsteiger und Absteiger der Werbebranche wurden im Rückblick betrachtet.
Noch schrumpft die Werbewirtschaft nicht: Nach von vorgelegten Zahlen zum Werbemarkt 2008 steigerten sich die Werbeaufwendungen in den Above-the-line-Medien gegenüber dem Vorjahr immerhin noch um 0,7 Prozent auf 22 Milliarden Euro. Dabei investierten vor allem die im Ausgleich von Konjunkturschwankungen erfahren Einzelhändler mit etwa zwei Milliarden Euro und einem Plus von 4,5 Prozent am meisten. Getragen wurde dieser Zuwachs vor allem durch eine Erhöhung des Werbedrucks der Lebensmittel-Discounter: Aldi und Lidl investierten 2008 zusammen 145 Millionen Euro mehr in Werbemittel als im Vorjahr.
Auch der Online-Sektor investiert nach wie vor: Die Online-Dienstleistungsbranche steigerte 2008 ihre Werbeausgaben um 106 Millionen Euro auf insgesamt 336 Millionen Euro. Online-Vermittlungsdienste, beispielsweise für Immobilien, Autos oder ähnliches, bauten mit 46 Millionen Euro ihre Werbeaufwendungen aus. Ebenfalls starken Zuwachs hatte die Werbung für Spielkonsolen, hier wurden zusätzlich 69 Millionen Euro investiert. Ihre Werbeausgaben deutlich reduziert haben vor allem die krisengeschüttelten Branchen Auto und Finanzen. Im Automobilsektor wurden 10,3 Prozent des Etats eingespart; damit wurden nur noch 1,4 Milliarden Euro in Autowerbung investiert. Die Finanzbranche reduzierte ihre Ausgaben um 71 Millionen Euro, am stärksten waren hiervon Kampagnen für Altersvorsorgeprodukte betroffen.
Insgesamt verbuchte die Fernsehwerbung 2008 9,1 Milliarden Euro, dies entspricht einem Wachstum von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Werbevolumen für Tageszeitungen reduzierte sich im gleichen Zeitraum leicht um minus 0,9 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro, die Werbeausgaben in Publikumszeitschriften sanken um 4,2 Prozent auf vier Milliarden Euro. Die Radiowerbung verlor 0,8 Prozent und hat nun einen Anteil von 1,3 Milliarden Euro, Plakate und Außenwerbung steigerten sich um zwei Prozent auf 795 Millionen Euro. Nach Prozenten stärkster Verlierer war die Kinowerbung, mit einem Verlust von 12,1 Prozent setzte sie nur 73 Millionen Euro um.
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