Was passiert nach dem Download?

22.01.2003 – Dass der Download von Musikdateien die Industrie nachhaltig schädige, behaupten die verantwortlichen Manager häufig. Aber stimmt das wirklich?

Dass der Download von Musikdateien die Industrie nachhaltig schädige, behaupten die verantwortlichen Manager häufig. Aber stimmt das wirklich?

Eine aktuelle Untersuchung von beleuchtet die Hintergründe und beschreibt die Nutzungsgewohnheiten der Besucher von Kazaa, Morpheus und Co. Danach soll einer von sieben Europäern Musikdateien aus dem Internet auf den eigenen Rechner laden. Das entspricht einem Drittel der europäischen Internetnutzer insgesamt. Rund 38 Prozent davon kommen monatlich auf mehr als sieben Tracks. Diese Gruppe der "Frequent Downloaders" sind sehr viel jünger als der Rest der Online Population: mehr als 50 Prozent sind jünger als 24 Jahre.

Was tun die Downloader nun mit der Musik? Etwa 63 Prozent von ihnen brennen sie auf CDs und hören sie während der Arbeit. Bei einer durchschnittlichen Download-Anzahl von 12,6 pro Monat kann alle vier Wochen eine neue CD gefüllt werden. Zumeist wird der PC als Abspielgerät genutzt, lediglich sieben Prozent nutzen einen MP3-Player.

Mit aussagekräftigen Zahlen belegt Forrester auch die Auswirkungen auf den Absatz von CDs: Im Durchschnitt werden nach diesen Ergebnissen nämlich weniger gekauft. Mehr als 40 Prozent der "Frequent Downloaders" räumen ein, dass sie nun seltener CDs erwerben. Lediglich die so genannten "Musikfanatiker", die auch traditionell überdurchschnittlich häufig CDs kaufen und nun zusätzlich downloaden, kurbeln den stationären Absatz stärker an. Aber da dieses Segment lediglich zwei Prozent ausmacht, können so natürlich die Verluste insgesamt nicht kompensiert werden.

 


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