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24.01.2008 – Marketer und Webdesigner sollten auf ihre Begrifflichkeit achten. Auf akute Verständigungsprobleme weist eine Studie hin.

Marketer und Webdesigner sollten auf ihre Begrifflichkeit achten. Auf akute Verständigungsprobleme weist eine Studie hin.

Während sich neues Vokabular über Phänomene des Internets, wie „Tagging“ oder „Semantic Web“, bei den Experten schnell durchsetzt, bleiben einzelne Begriffe vielen Nutzern ein Rätsel. Zu diesem Ergebnis kommen die Unternehmensberater von eResult und raten daher zu transparenteren Begrifflichkeiten beim Kundenverkehr. So können mit dem Begriff „Web 2.0“ nur 30 Prozent der befragten Internetnutzer nichts anfangen. Geradezu babylonische Sprachverwirrung erzielten spezielleren Begriffe, wie „Tagwolke“, „Trackback“ oder „Social Bookmarking“. Diese Web 2.0-Spezialbegriffe waren für 60 bis 75 Prozent der 400 Studienteilnehmer komplett unklar. Überraschendes aber nicht nur im Bereich Web 2.0: Auch Begriffe für etablierte Elemente und Funktionen aus dem eCommerce waren häufig missverständlich. So konnten 45 Prozent die oft auf Online-Shops angebotene Funktion „Direktbestellung“ nicht richtig deuten. Etwa die Hälfte der Befragten brachte die Begriffe „Filtern“ und „Sortieren“ durcheinander.

Werden wichtige Funktionen und Anwendungen nicht verstanden, weil der jeweilige Begriff für den Nutzer nicht nachvollziehbar ist, bestehe die große Gefahr der Nutzlosigkeit, warnt eResult. Allein die Bezeichnung für Funktionen und Elemente könne also entscheidend den Erfolg eines Angebots beeinflussen – das gelte insbesondere für die Betreiber von Internet-Angeboten, die sich gegenüber ihrer Konkurrenz mit den neuen Funktionen und Elementen für die Nutzer abheben möchten. Die Anbieter sollten die Begriffe für Funktionen und Elemente daher immer kritisch prüfen. Sind Begriffe unklar, gebe es verschiedene Möglichkeiten: So sollten eindeutigere Begriffe gewählt werden; statt „Filtern“ werde beispielsweise die Begrifflichkeit „Suche eingrenzen“ deutlicher. Eine zusätzliche Beschreibung könne ebenfalls hilfreich sein, oder der Begriff und die zugrunde liegende Funktion sollen aus dem gestalterischen Zusammenhang verdeutlicht werden.

Eine Kurzversion der Studie ist (kostenlos bei Registrierung) erhältlich.

 


23.01.2008 – Steht Web 2.0 für Freizügigkeit?

22.01.2008 – Web 2.0-Trends für das neue Jahr

10.01.2008 – Website-Usability-Check

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