Slammer Wurm setzt reihenweise Server matt

27.01.2003 – Ein Wurm, der eine Sicherheitslücke bei Microsofts SQL zu nutzen versteht, hat Schätzungen zufolge am Wochenende weltweit zwischen 120.000 und 160.000 Server lahm gelegt.

Ein Wurm, der eine Sicherheitslücke bei Microsofts SQL zu nutzen versteht, hat Schätzungen zufolge am Wochenende weltweit zwischen 120.000 und 160.000 Server lahm gelegt.

Da der Slammer-Wurm, der auch als Sapphire oder SQLExp bekannt ist, glücklicherweise nicht mit einer zerstörerischen Schadensroutine ausgerüstet war, hielt sich der Schaden in Grenzen. So fielen in den USA vorübergehend 13.000 Geldautomaten der Bank of Amerika aus und in Südkorea halbierte sich das Handelsvolumen an der Börse, weil ein Großteil der Geschäfte üblicherweise über elektronische Handelssysteme abgewickelt wird.

Konzentriert sich die Kritik beim Auftreten solcher Würmer normalerweise schnell in Richtung , so gilt diese Regel aktuell nicht. Denn die Sicherheitslücke ist bekannt und der Software-Riese hat bereits vor einem halben Jahr einen entsprechenden Patch geliefert. Offenbar ist dieser jedoch nicht allerorten von den Verantwortlichen auf die Systeme aufgespielt worden, so dass eine entsprechende Verbreitung auf diesem Wege erst möglich wurde.

Für die breite Öffentlichkeit war der Vorfall indes kaum wahrnehmbar: „Online-Nutzer hatten möglicherweise längere Wartezeiten und langsamere Verbindungen, ansonsten war es unproblematisch“, betont Oliver Friedrichs, Senior-Manager für Security-Software bei Symantec.

 


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