Quo vadis in 2008

28.01.2008 – Kritische Nutzer, technische Neuerungen und aufstrebende Märkte: Analysten wagen eine vorsichtige Prognose für die Medienbranche.

Kritische Nutzer, technische Neuerungen und aufstrebende Märkte: Analysten wagen eine vorsichtige Prognose für die Medienbranche.

Die Marktanalysten von haben die Technologie-, Medien- und Telekommunikationsbranchen unter dem Kürzel „TMT“ zusammengefasst – und liefern dennoch nach einzelnen Branchen sortierte Perspektiven für 2008. Eines haben sie jedoch gemein: Deloitte spricht für 2008 von „Märkten in Bewegung“, und Dr. Andreas Gentner, Leiter der Abteilung TMT, glaubt, dass die globale Vernetzung gerade dieser Branchen es nötig mache, die deutsche Agenda an internationale Trends anzupassen. Demnach werden im Bereich Technologie der Schutz und der sensible Umgang mit Daten immer wichtiger (ECIN berichtete). Für die Nutzerdaten gelte darüber hinaus, dass die Anbieterbemühungen, für Werbeaktivitäten an detaillierte Verbraucherdaten zu gelangen, bei den Nutzern auf wachsenden Widerstand stoßen. Um sich hierfür Akzeptanz zu sichern, müssten die Maßnahmen den Zielgruppenerwartungen weitgehend entsprechen, fordert Deloitte. Das bedeute aber, dass Anbieter einen erhöhten Aufwand in Kauf nehmen müssen, um Ablehnung oder sogar rechtliche Probleme zu vermeiden. Überdies sehe sich die Technologie-Branche in verschiedenen Bereichen mit Nachwuchsproblemen konfrontiert.

Im Bereich Medien setzen die Analysten auf eine Konvergenz von IP-TV und dem traditionellen Fernsehen. IP-TV stelle dabei eine Ergänzung des herkömmlichen Angebots dar – und stärke sogar das konventionelle TV, statt es abzulösen. Auch in diesem Bereich sei vermehrt von kritischen Nutzern auszugehen. Die Verbraucher wehren sich nicht nur zunehmend gegen störende Werbebanner, sondern hier auch vor allem gegen die Abfrage ihrer Nutzungsgewohnheiten, lautet die Prognose. Online-Werber könnten diesem Trend nur entgegenwirken, indem sie den Verbrauchern im Gegenzug einen attraktiven Mehrwert bieten.

Für den Bereich Telekommunikation weisen die Analysten auf Unternehmen aus aufstrebenden Märkten hin, die vermehrt nach Partnern aus den Industrienationen suchen, um so ihre Marktposition auf- und auszubauen. Innerhalb der Industrieländer geht Deloitte von einem noch wenig erschlossenen Wachstumssegment für Geräte und Services für die Zielgruppe ab 50 Jahren aus. Gerade diese würden aber über ausreichende Mittel verfügen und Bedarf an geeigneten Angeboten haben. Ein Risikomarkt in 2008 seien hingegen die immer komplexeren und multifunktionaleren mobilen Endgeräte. Der tatsächliche Nutzen von Mehrwertdiensten wie GPS sei bisher schwer einzuschätzen.

 


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