Online-Generation nutzt eigene Tools am Arbeitsplatz

30.01.2009 – Besonders jüngere Arbeitnehmer kommunizieren häufig über private Endgeräte und Programme. Dennoch haben viele Unternehmen noch keine entsprechenden IT-Richtlinien zur Regelung eingeführt.

Besonders jüngere Arbeitnehmer kommunizieren häufig über private Endgeräte und Programme. Dennoch haben viele Unternehmen noch keine entsprechenden IT-Richtlinien zur Regelung eingeführt.

„Millennials“, die Altergruppe der 14- bis 32jährigen, erwarten, privat genutzte Kommunikationsmittel auch am Arbeitsplatz verwenden zu können. Besonders das Internet spielt dabei eine große Rolle: Mindestens jeder dritte Berufstätige in diesem Alter nutzt im Beruf Instant Messaging und soziale Netzwerke wie Facebook für seine Arbeit; etwa die Hälfte davon ohne Wissen oder Genehmigung des Arbeitgebers. Zu diesen Ergebnissen gelangt eine Studie des Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleisters .

Auch Handys und Smartphones nutzt die Mehrheit der jungen Arbeitnehmer im Beruf; jedoch werden diese in vier von zehn Fällen nicht von der IT-Abteilung ihres Arbeitgebers unterstützt. Dadurch laufen Unternehmen zunehmend Gefahr, qualifizierte Nachwuchskräfte abzuschrecken: 65 Prozent der Schüler und Studenten sehen modernste Technik als bedeutendes Kriterium bei der Wahl eines Arbeitgebers. Unternehmen sollten daher Instant Messaging, Wikis und Netmeetings von sich aus anbieten und keinesfalls verbieten, so Tönnies von Donop, Geschäftsführer des Bereichs System Integration & Technology bei Accenture.

Die Ansprüche der jungen Generation bringen jedoch auch Risiken mit sich; beispielsweise durch Verbreitung von geschäftsrelevanten Informationen in Communities. Jeder Fünfte weiß nicht, ob sein Arbeitgeber entsprechenden Informationsfluss verbietet, jeder Zehnte hält sich nicht an entsprechende Anweisungen. Umso mehr Handlungsbedarf besteht, verbindliche IT-Richtlinien einzuführen; dennoch hat jeder dritte Arbeitgeber dies bisher unterlassen. Millennials würden den Wandel hin zu einer flexibleren und internet-orientierten IT vorantreiben, Unternehmen dabei allerdings als Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner herausfordern, bilanziert Donop.

 


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