Internet-Zugang gegen Rechenleistung

05.02.2001 – Nachdem die Modelle kostenloser und werbefinanzierter Internet-Zugänge sich bisher noch für keinen Provider zu einem wirklich lohnenden Geschäft entwickelt haben, schlägt der New Yorker Anbieter Juno jetzt einen neuen Weg ein.

Nachdem die Modelle kostenloser und werbefinanzierter Internet-Zugänge sich bisher noch für keinen Provider zu einem wirklich lohnenden Geschäft entwickelt haben, schlägt der New Yorker Anbieter Juno jetzt einen neuen Weg ein.

So sollen alle "Free Account Nutzer" künftig im Gegenzug partiell die Prozessorleistung ihrer Computer für die Erledigung komplexer Rechenaufgaben via Netz zur Verfügung stellen. In der Praxis sieht das folgendermaßen aus: Der Rechner bleibt den ganzen Tag am Netz und immer wenn er vom User nicht gebraucht wird, schaltet sich ein spezielles Programm namens "Computational Software" in der Art eines Bildschirmschoners ein und beginnt mit den Berechnungen. Nimmt man dabei das Volumen von mehreren Millionen Nutzern bzw. deren Computern, so entsteht quasi ein virtueller Superrechner, mit dem sich riesige komplexe Berechnungsketten abarbeiten lassen. Bedarf an solchen Leistungen haben beispielsweise Pharmaunternehmen, die von dann auf der anderen Seite als Kunden gewonnen werden sollen.

Ein Vorbild für dieses neue Geschäftsmodell ist das Projekt SETI@home (Search for Extra Terrestrial Intelligence at home) der University of California, Berkeley. Hier nutzt man die Rechenleistung eines teilnehmerbasierten Rechnernetzes zur Suche nach außerirdischem Leben.

Juno selbst sieht das jetzige Angebot an seine Nutzer zunächst als Testphase und besitzt noch keine Vorstellung darüber, wieviele Nutzer diese Form des freien Online-Zugangs nutzen werden. Parallel zu dieser Variante verfügt das Unternehmen auch noch über ein kostenpflichtiges Provider-Angebot.

 


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