Zu viel Technik beim eLearning?

06.02.2002 – Im Kielwasser von Pisa-Studie und Learntec-Kongress hat das Thema eLearning derzeit Hochkonjunktur. Die Initiative D21 meldet sich dabei mit kritischen Anmerkungen zu Wort.

Im Kielwasser von Pisa-Studie und Learntec-Kongress hat das Thema eLearning derzeit Hochkonjunktur. Die Initiative D21 meldet sich dabei mit kritischen Anmerkungen zu Wort.

Die Diskussion um den Einsatz von computergestütztem Lehren und Lernen in Deutschland ist nach Ansicht der zu sehr auf technische Themen konzentriert. Dagegen müssten medienpädagogische und didaktische Fragen in der Wissensvermittlung stärker in den Vordergrund treten. Dies ist das Ergebnis einer Auswertung von 102 Tiefeninterviews zum Thema "eLearning", die während des Bildungskongress der Initiative D21 im Oktober 2001 mit Bildungspolitikern, Managern und Verwaltungsfachleuten durchgeführt wurden.

Für 61 Prozent der Befragten dreht sich die öffentliche Diskussion in Veranstaltungen und Publikationen zu eLearning viel zu wenig um die Akzeptanz, um Lernerfolge und Methodeneffizienz beim Unterricht mit Technologieeinsatz. "Bei eLearning müssen die Qualitätsaspekte der interaktiven Lernmethoden in Zukunft stärker herausgestellt werden", fordert Alexander Ross von der Viviance GmbH und Leiter der Befragung. Überraschend unwichtig für eigene Weiterbildungsentscheidungen der Befragten sind hingegen Kursanbieter, Dauer und Kosten – nur rund 11 Prozent achten zuerst hierauf. Vorrangig sind dagegen die Qualifikation und Qualität der Ausbilder und anerkannte eLearning-Nachweise gefragt. Für computergestütztes Lernen zu Hause wird eine ausreichend leistungsstarke Datenübertragung vorausgesetzt und derzeit oft als Hürde angesehen.

 


23.08.2001 – eLearning – Kapital für die Zukunft

17.10.2001 – ASP-Markt mit Potenzial

26.07.2001 – eLearning mehr als eine Vision


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